Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

drohlich, adj.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1415, Zeile 52
DROHLICH adj.   ahd. drôlîch, mhd. drôlich. nbf. (im 13. – 16. jh.) dräulich, drölich. das wort ist nach dem 16. jh. nur noch ganz vereinzelt bezeugt. 1 drohend attributiv, prädikativ und adverbial: ⟨v1022⟩ trôlicho sehentiu Notker 1,1,12 ATB. ⟨1225/30⟩ lâ dîne drôlîche guft! Rudolf v. Ems Barlaam 213,7 P. 1564 wer drölich wär .. wer auß dem land gieng und hinder sich dröet öst. weist. 14,388. 1779 dergleichen drohliche strafen sind immer ohne wirkung d. flammende stern 1,163. 1940 dieser bald trauliche, bald drohliche spuk Bergengruen himmel 342. 2 jmdm. drohlich sein jmdn. bedrohen; prädikativ mit dativergänzung: ⟨u1460⟩ do ward er im mit dem chnútel drólich zu streyen (schlagen?) Hartlieb dialogus 83 DTM. ⟨1685⟩ welcher aber dem, der .., feind oder trölich wird öst. weist. 8,376.

Im ²DWB stöbern

a b c d e f
dreißigtage dunkelfarb
Zitationshilfe
„drohlich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/drohlich>, abgerufen am 01.12.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)