Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

dromedar, n.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1419, Zeile 68
DROMEDAR n.   lehnwort, z. t. über afrz. dromedaire, aus spätlat. dromedarius m., einer abl. von gr. δρομάς ‘laufend’. das genus älter, aber auch vereinzelt noch im 18. und 19. jh. mask. älter begegnet das wort in zahlreichen var. (trome-, drume-, drummel-, drümel-, dromen-, tromen-, -dar, -dari, -darius, -dære u. ä.). starke, vereinzelt auch schwache flexion. 1 einhöckeriges, älter vereinzelt auch zweihöckeriges kamel: hs.M/E13.jh. zvͦ der verte waz in gach. / dromedarios si gewunnen priester Wernher A 3933 W. ⟨1271/86⟩ mûle, kemmel, dromedar, / der zal moht nieman nemen war Ulrich v. Etzenbach Alexander 21453 LV. 1576 dem 9. dito ist einer mit einem thier hier geweßen, heist ein tromentarius; ist einem kahmehl gleich chr. Eger 121 G. 1768 den dromedar Eberhard thiergesch. 33. 1963 die felsige kuppe nahe am meer .. erinnerte an den höcker eines dromedars Andres mann 116. 2 vereinzelt übertragen für einen ungeschickten oder sich ungeschickt verhaltenden menschen: 1839 nun kommt die reaction in der philosophie, das dromedar Göschel und das kameel Erdmann Ruge brw. 1,181 N.

Im ²DWB stöbern

a b c d e f
dreißigtage dunkelfarb
Zitationshilfe
„dromedar“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/dromedar>, abgerufen am 08.12.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)