Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

druden-.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1450, Zeile 73
DRUDEN-. substantivische zuss. mit drude 1. das bestimmungswort obd. häufig trotten-, nur älter vereinzelt in echter zuss. trud-. 1 bezeichnungen, die wesen als drude klassifizieren: -kopf m. anrede der drude in magischen sprüchen: 1848 Panzer sagen 1,269. um 1900 in der form trottenkopf noch mdal. al. -mann m.: 1577 trudmann Fischer schwäb. wb. 6,2,1781. -volk n.: 1635 Meyfarth erinn. 118. 2 bezeichnungen für der drude gehöriges, der drude zugeschriebenes: -drücken n. alpdruck: 1756 Höfler krankheitsnamenb. 756a. 1908 Fischer schwäb. wb. 2,419. -ei n. ungewöhnlich kleines ei: 1872 Schmeller/F. bayer. wb. (1961)1,55. -fuß m. 1. 2. -zopf m. verfilztes haar, weichselzopf: 1830 Ogonczyk Zakrzewski weichselzopf 5. ⟨1897⟩ G. Hauptmann (1942) I 3,76. 3 bezeichnungen von mit der durchführung eines hexenprozesses betrauten personen: -herr m.: 1635 Meyfarth erinn. 175. -meister m.: 1635 ebd. 121. 4 benennungen für mit der drude in verbindung gebrachte pflanzen: -beutel m. lycoperdon bovista L., der beim platzen seinen dunklen porenstaub ausströmende bofist: 1780 (Nürnb.) Popowitsch vers. 559. -fuß m. 6. -kraut n. lycopodium clavatum L., der bärlapp; auf grund des ihm zugeschriebenen abwehrzaubers und der gestalt seiner sporangienähren: u1655 Marzell pflanzennamen 2,1488. um 1900 noch schwäb. und obs. bezeugt.

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Zitationshilfe
„drudenmeister“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/drudenmeister>, abgerufen am 27.11.2021.

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