Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

dudentopf, m.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1467, Zeile 66
DUDENTOPF m.   entlehnt aus mnd. dūdendop m. zuss. mit einem wort der wz. germ. *dud-, idg. *dheu-dh- ‘durcheinanderwirbeln, schütteln, verwirren’, die auch in afrs. dud subst. ‘betäubung’ vorliegt. der zweite kompositionsteil ist eine nd. entsprechung zu 4topf m. 3 1DWB. vgl. im gleichen anwendungsbereich hd. diltapp m. einfältiger mensch, besonders trottelhafter ehemann: ⟨16.jh.⟩ ick see mynen dudendop (vom ehemann) vor der doer stan fastnachtsp 2,973 LV. hd. nach nd. original: 1588 (nd.or. 1584) so mus ich sein jr (der ehefrau) dudentopff Stricker schlemmer C 3a. später: 1656 der arme tropff, der dudendopff, der hanrey venus-gärtlein 150 HND. 1741 ich selbst, ein dudentopf samml. crit. schr. 1,122.

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Zitationshilfe
„dudentopf“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/dudentopf>, abgerufen am 07.12.2021.

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