Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

dulsch, adj.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1479, Zeile 72
DULSCH adj.   mit -sk-suffix zu den auf germ. *dill-, dall-, dull- zurückgehenden onomatopoetischen bildungen. auch, vor allem älter, mit umlaut und anlautendem t. al. mundartwort. parallelbildung dölsch 1DWB. 1 von ins stumpfe, glanzlose übergehender färbung des menschlichen körpers. a in bezug auf blutunterlaufene körperstellen: 1438 daß sy die selb Anna .. geschlagen .., das .. ir antlit swartz und t[ülsch] ward schweiz. id. 12,1761. 1606 daß si am ganzen lib gar dülsch und hin und har .. vil blawe mal ghan Rüeger chr. 1,415. b bleich: 1543 bleyche dülsche farb Eppendorff Plinius 230. 2 allgemein trübe, von der beleuchtung, vom wetter, glas, den augen u. ä.: 1792 das glas, der spiegel ist dutsch (l. dulsch?) (Elsaß) Klein provinzialwb. 1,95. 1907 ist dis kind krank? es het so dulschi auwen Martin/L. els. mdaa. 2,681b. 3 weich; vereinzelt mdal. bad.: 1925/40 bad. wb. 1,589b.

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Zitationshilfe
„dulsch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/dulsch>, abgerufen am 03.12.2021.

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