Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

durchgrabung, f.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1632, Zeile 52
DURCHGRABUNG f.   abl. von 1durchgraben vb. 1 zu 1durchgraben vb. 2. das verletzen, beschädigen. a im anschluß an ps. 22,17: ⟨u1480⟩ confossio. durchgrabung Melber voc. [Nürnb. o. j.] 32b. 1681 nägel zur durchgrabung seiner hände und füsse Francisci rechenschafft 1152. b von zersetzenden substanzen: 1711 durchfressung, und gleichsam durchgrabung, oder durchbrechung der kleinsten pulsäderlein in den nasen (durch gift) Scheuchzer physica 1,141. 2 zu 1durchgraben vb. 5. a graben: 1548 in solchen berg wird auch die durchgrabung, so Vitruuius specus nennet gesehen Ryff architectur 258a. ⟨v1837⟩ zwischen den beiden letztern (flüssen) bestehen viele verzweigungen und durchgrabungen Hoff Teutschland (1838)131. b aufgrabung anlegung eines durchstiches: 1610 der saltzberg .., von dessen durchgrabung, .. vnd schönheit dessen saltz, ein gantzes buch nit kleckte Guarinonius grewel 428. ⟨1868⟩ in der überzeugung, daß eine durchgrabung der .. landenge .. nicht jene .. angedrohte überschwemmung bedeute Raabe 7,25 H. 3 zu 1durchgraben vb. 4. das durchwühlen, durchsuchen: 1666 (einquartierte soldaten) sobalden nachmals mit durchgrabung und verwüstung dermasen gehauset, daß .. qu. Hof (1896)253 M.

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Zitationshilfe
„durchgrabung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/durchgrabung>, abgerufen am 28.11.2021.

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