Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

durchscheinig, adj.

Fundstelle: Band 6, Spalte 1700, Zeile 75
DURCHSCHEINIG adj.   mhd. durchschînec. mnd. dörchschīnich; mnl. dorescinich; afrs. thruchskīnich. analogiebildung zu durchsichtig adj., durchlauchtig adj., bezogen auf 2durchscheinen vb. 1 zu 2durchscheinen vb. 2. a lichtdurchlässig, durchsichtig: ⟨E13.jh.⟩ alse daz glais oder durchschinige dinc sint der sonnen paradisus anime 106 DTM. 1610 daß der wein benebens durchscheinig, vnd nicht dick oder trüb sey Guarinonius grewel 618. ⟨1849⟩ die kranke hob die durchscheinigen hände auf Auerbach (1857)3,265. von räumen: 1671 die stralen .., die .. sich durch den durchscheinigen zwischenraum außbreiten Schott, magia 74. b von nichtmaterieller vollkommen klarer substanz; in religiösen texten: ⟨1276⟩ der engel ist ein groz clar spigel / .. her ist durchschinig und luter Brun v. Schonebeck 6641 LV. ⟨u1300⟩ swaz menschen ie genas, / daz wirt durch schinic als ein glas Heinrich v. Hesler apokalypse 21468 DTM. 2 zu 2durchscheinen vb. 1. hell leuchtend: ⟨E13.jh.⟩ also sint di seligin sele durchschinen mit eime durchschinigin lichte paradisus anime 13 DTM. 3 personen auszeichnend: 1376 den dorschineghen vorsten Alberte mekl. urkb. (1863)19,27.

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Zitationshilfe
„durchscheinig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/durchscheinig>, abgerufen am 27.01.2022.

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