Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

e, n.

Fundstelle: Band 7, Spalte 1, Zeile 1 [Peperkorn]
E n.   der fünfte buchstabe des dt. alphabets. zu den buchstabennamen allgemein s. a. 1 für laut und zeichen: ⟨1293⟩ swenne diz arme lebin / wirt dem menschin gebin / .. so ist .. / sin erstiu stimme ane ruof / A ist es ain knabe / .. der tohter stimme ein E Hugo v. Langenstein Martina 120c, 111 LV. ⟨u1300⟩ dem a begegene (im reim) nicht daz e, / dem e daz i Heinrich v. Hesler apokalypse 1404 DTM. 1531 aͤ oͤ uͤ .. werden bey den alden mit einem kleinen vberschriebenen e betzeichnet, drumb das sie .. halb aus dem e herkommen, als schrieb man sie also, ae oe ue Franck orthographia B 1a. 1772 ich habe diese nachricht von einer person erhalten, die Schlötzer (objekt) mit einem e schreibt Lichtenberg br. 1,54 L./Sch. 1973 langes offenes e .. kann durch langes geschlossenes e .. ersetzt werden Duden gramm. 52. in buchstabenmystik und -allegorese: hs.12.jh. A. bezachinet gvvalt. oder lip. .. E. unde F. edeli blut denkm. dt. prosa 113 W. hs.E14.jh. ain d betuͤt ain drieger / der sich mit driegen suͤndet / ain e ain esel kuͤndet (buchstaben auf der kleidung, die auf eigenschaften der träger deuten) lieder saal 77,88 L. 1432/8 mit eren, o ausserweltes G, / so freust du mich glich inn der sele grund; / darnach ain edel R und E / mich trösten sol so wol durch rotten mund, / .. an end der wort zwai T beslossen han die treu / von dir zu mir in ewikait Oswald v. Wolkenstein 68,13 ATB. 2 mit kennzeichnender funktion. a auf der grundlage des alphabets als ordnungsreihe. in der musik als tonbezeichnung; für den jeweils 5. ton in den verschiedenen mittels buchstaben dargestellten tonsystemen des mittelalters, jünger für den 3. ton in der C-durtonleiter: ⟨v1022⟩ uuuizîn dârmite, daz an demo sange dero stimmo echert siben uuehsela sint .., pe diu negât ouh an dero organûn daz alphabetum nîeht furder âne ze siben buohstaben dien êristen a b c d e f g. tero sibeno sint fîere, ih meino b c d e, allero sango ûzlâza. tiu des êristen toni unde des anderen sint tiu habent ûzlâz an demo b .., tiu des sibenden unde des ahtoden an demo e Notker 1,853,12 P. 1702 wolte man aber nicht so vollstimmig greiffen, so könte man im tenor aus dem d ins e gehen Werckmeister harmonologia 76. 1762 (bei dem folgenden notenbeispiel) gehen alle drey arten des septimenaccordes an, nur muß man nicht bey e und f mit einer quinte in die andere schreiten, wie wir bey der ersten ausführung dieses exempels sehen Bach clavier 2,130 faks. 1875 im C-dur dreiklange .. bleibt c immer der grundton, e immer die terz, g immer die quinte Leibrock akkordlehre 5. 1980 die auffassung beispielsweise der tonleiterstufen c, e, g und c, es, g als dur- und molldreiklang Albersheim tonspr. 249. –in unterschiedlichen anwendungsbereichen: ⟨1449/50⟩ 24 hantbüchsen mit dem e gezeichent (Nürnb.) chr. dt. städte 2,296. 1483 D. der meister ... E. von vberfluͤssigen worten vnd vnzimlicher geberde b. d. zehen gepot 37b. 1484 e iiij (bogensignatur) spiegel d. sele e 4a. 1616 die linij e h, so vbereck des quadrats gezogen, wirdt diagonalis .. genant S. Curtius landmessen 9. 1711 weilen aber die epicureische e (markierung einer anmerkung) stäublein sollen an grösse, gestalt, und anderen eigenschaften under sich selbs zerschieden seyn .. (anmerkung:) e atomi Scheuchzer physica 1,19. 1848 auf der oberen halterplatte E ruht ein stahlstück F Hunäus lehrb. 113. 1966 der schreiber der berliner (Iwein-)hs. E hat für den fehlenden vers .. eine zeile offen gelassen festschr. de Boor 116. b im zuge der formalisierung wissenschaftlicher sprache eingeführtes zeichen für verschiedene wissenschaftliche und technische termini oder ausdrücke, oft durch deren anfangsbuchstaben motiviert: 1784 ich .. bezeichne (noch jezt bloß der kürze wegen) die glaselecktricität mit + E und harzelektricität mit – E Lichtenberg in: Erxleben naturlehre 460. 1870 man bilde einen stromkreis bestehend aus einem rheostaten, einem galvanoskop und der einen elektromotorischen kraft, welche wir E nennen Kohlrausch leitfaden physik 87. 1963 bei derartigen kernreaktionen wird nur ein bruchteil ε = E/Eo der ruhemasse m0 in energie E umgewandelt Sänger raumfahrt 305. ⟨1969⟩ der wert der e[lementarladung] ist e = 1,602 · 10–19 C dtv.-lex. physik (1970)2,292a.

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Zitationshilfe
„e“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/e>, abgerufen am 17.10.2021.

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