Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

embryo, m.

Fundstelle: Band 7, Spalte 1249, Zeile 34 [Peperkorn]
EMBRYO m.   älter auch n. lehnwort aus gr. ἔμβρυον n. pl. embryonen, jünger gelegentlich auch embryos. in einem mütterlichen körper oder ei eingeschlossenes, keimendes lebewesen: 1480/1 die erst gestalt der geschöpfft des menschen in muͦter lib, genant embrio, kumpt von eim samen des manns mit vermischung des wybs zuͦgebung Pforr beispiele 18 LV. 1682 darum zu glauben, daß in einem jeglichen saamen eine kleine einpressung und wie ein embryo sey desjenigen gewächses, so sie herfürzubringen von natur geartet ist Hohberg georgica 1,623a. 1772 gefühl ist der mensch ganz: der embryon in seinem ersten augenblick des lebens fühlet wie der junggebohrne Herder 5,67 S. 1873 die kiemenspalten, welche in dem embryo des menschen sich finden Ratzel wandertage 1,96. 1979 die angebrüteten eier seien am ufer zerstört und die embryos verstreut worden frankf. rundschau 123,18. – übertragen; keim: 1707 und wenn die arbeit bald soll fertig seyn, und man den lapidem (stein der weisen) als ein embryon beschauen will, so siehet der lepus stultorum mit seinen langen ohren hervor J. G. Schmidt speculationes 111. 1833 jede empfindung schlummert als embryo im gedanken Laube jahrhundert 2,103. 1977 der embryo des todes wächst in mir Struck lieben 118.

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Zitationshilfe
„embryo“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/embryo>, abgerufen am 28.10.2021.

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