Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

empirismus, m.

Fundstelle: Band 7, Spalte 1276, Zeile 19 [Albrand]
EMPIRISMUS m.   lehnwort aus nlat. empirismus m. (oder ne. empirism m.?). 1 erkenntnistheoretische richtung, die mit Aristoteles, Locke u. a. die erkenntnisse aus der (sinnes)erfahrung ableitet. von Kant eingeführter philosophischer terminus: 1787 ein principium des reinen empirismus, nicht allein in erklärung der erscheinungen in der welt, sondern auch in auflösung der transscendentalen ideen vom weltall selbst Kant 3,324 ak. 1973 Ockhams hinwendung zum empirismus, zu einer anti-teleologischen betrachtungsweise der wirklichkeit Schlangen demokratie 76. 2 methode, die auf der grundlage von erfahrung und beobachtung erkenntnisse gewinnt; vgl. empirie f. 1. oft abwertend oder polemisierend: 1799 so hat es doch für die allgemeine bildung des praktischen arztes seine grossen nachtheile, wenn er sich hierdurch (vernachlässigung der diagnostik) zu einer art von empirism verleiten lässt Fischer armenpraxis 61. 1976 die theorie allein weiß es. indem man die naive erfahrung .. als platten empirismus abtut, .. fühlt (man) sich den anderen geistig überlegen Sontheimer elend 274.

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Zitationshilfe
„empirismus“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/empirismus>, abgerufen am 15.10.2021.

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