Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

emporgehen, vb.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1281, Zeile 58 [Albrand]
EMPORGEHEN vb.   mhd. en- borgân. 1 hinaufgelangen. a sich aufwärtsbewegen; hinaufgehen aufsteigen: ⟨u1210⟩ sus gienger (im dunkeln) allez enbor / und greifende mit henden / an muren unde an wenden, / biz er zir beider bette kam Gottfried 413590 R. 1746 hier gehet er (der mond) hinab, sagt’ ich, und dort empor Scheyb theresiade 1,G 4b. ⟨1970⟩ Nora .. ging die drei stufen zum eingang empor Simmel Jimmy (1971)191. b aufwärts verlaufen, sich erstrecken: ⟨1225/30⟩ sie (gute werke) gânt alsam ein stege enbor / gên des himelrîches tor Rudolf v. Ems Barlaam 102,35 P. 1752 auf einer saule, die über die fluten emporgeht Bodmer Noah 316. 1867 von Friedberg geht .. ein .. langgedehnter wald empor Stifter 11,116 S. 2 hoch hergehen, macht, geltung haben: 1441 so es (lärm und gedränge beim tanz) denn am besten gieng enbor teufels netz 7736 LV. 1525 da war barmhertzikeyt geschwigen und nichts, recht, recht, recht, das gallt und gieng empor Luther w. 18,387 W. 1554 do er nun sein guͤtlin (ererbtes geld) zuͦsammenbracht, hat alle sach empor muͤssen gohn; allen tag hatt er gastereyen gehalten Wickram 2,110 LV. 3 aufkommen, entstehen: 1551 was arges inder ganzen welt empor gehe, seiest du ursacher, auffbringer und stiffter Petrarca, zwei trostb. 94b. 1675 wie viel kriege und blutige schlachten nun daher empor gegangen Frankenberg schaubühne 1/3,85.

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Zitationshilfe
„emporgehen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/emporgehen>, abgerufen am 23.10.2021.

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