Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

enakskind, n.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1292, Zeile 60 [Albrand]
ENAKSKIND n.   zuss. aus der verbindung kinder Enak (nach der hebr. kollektivbildung ’ănāq ‘riesenvolk). meist im plur. 1 nachkomme eines mythischen palästinensischen urvolks von riesenhafter gestalt (nach 4. Mose 13,22 u. ö.): 1523 wyr sind yns land komen, .. vnd sahen auch enaks kinder daselbs (4. Mose 13,29) Luther bibel 8,474 W. (unsicher, ob als zuss. aufzufassen). 1700 ward ihr die bekandtniß durch die folter, in welcher sie sich .. (so stark) wie eine von den enacks-kindern erwies, ausgezwungen Hosmann denck-mahl 2,79. ⟨1837⟩ Og, der riese, sohn des Enak, / größter aller enakskinder Rückert ges. poet. w. (1868)4,11. 2 mensch oder figur von großer, kräftiger gestalt: ⟨1787⟩ Michel Angelo .. mit seinen enakskindern, den propheten und sybillen Heinse 4,176 Sch. 1821 dieses enakskind (ein lastträger) Goethe I 25,1,67 W. ⟨1871⟩ den .. langbärtigen enakskindern der gardelandwehr Busch tgbbl. (1899)2,63. 1976 Duden wb. dt. spr. 2,686a.

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Zitationshilfe
„enakskind“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/enakskind>, abgerufen am 26.10.2021.

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