Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

Es wurden mehrere Einträge zu Ihrer Abfrage gefunden:

ende-.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1296, Zeile 72 [Rahnenführer]
ENDE-. substantivische und adjektivische zuss. und zusb. das bestimmungswort meist end-, unter A 2 a auch end(e)s-. A zu ende A. 1 substantivische größen, die sich am ende von etwas, in einer abfolge ganz am schluß befinden:-darm m.dickdarm: 1671 Beverwyck, stein-prüfung 80. 1983 Dudendt. universalwb. 343b.-fall m.vereinzelt, kasus: u1613 Ratke schr. 84 I. 1820 Goethe I 41,1,212 W. -haar n.haarähnliche spitze an pflanzen: 1789 Schrank baiersche flora 2,461. 1913 Warburg pflanzenwelt 1,25.-haltestelle f. letzte haltestelle einer omnibus- oder straßenbahnlinie: ⟨1937⟩ Seghers ges. w. (1951)3,91. 1977 Wellershoff schönheit 39. -laut m.: 1657 Birken ostländ. lorbeerhäyn 402. ⟨1895⟩ Freud ges. w. 1,100 F.-teil m.: 1828 Baer entwickelungsgesch. 1,45. 1939 Hamburger neurosen 184.-vers m.letzter vers eines gedichts, liedes: ⟨1831⟩ Lenau s. w. 860 E. 1921 Wobbe leben (1919)3,70. -ziffer f.letzte ziffer einer mehrstelligen zahl: 1920 Hanffstengel denken 128. 1979 süddt. ztg. 152,1. 2 adjektivische zusb. und deren substantivierungen. a partizipiale adjektive mit dem adverbialen genitiv von ende A, vereinzelt auch ohne kompositionsfugen-(e)s-. meist substantivisch von personen. amtssprachlich veraltend. am ende eines schriftstücks erwähnt, genannt u. ä.: -benannt adj.auchsubstantivisch: 1607 weist. Rheinprovinz 2,1,106. 1798? Novalis 4,172 W.-genannt adj.auch substantivisch: 1312 des entgenanten Purchartes unde siner erben sune urk. rodenegg-arch 11 S. 1660 ich endesgenandter Schupp streitschr. 2,41 HND.-unterfertigt adj.substantivisch: 1828 ich, endesunterfertigter doctor Simplicissimus Görres 15,79 Sch. 1961 so daß endunterfertigter nicht umhin gekonnt habe, .. spiegel 36,59.-unterzeichnet adj.substantivisch: 1751 Rabener sat. schr. 2,264. 1963 ich, der endesunterzeichnete, erwarte dich Strittmatter Bienkopp 106. b vereinzelt andere adjektivische zusb. mit ende A 1 ohne kompositionsfugen-s-betont adj.: 1959 Kauffmann bildungsweise 51. 1983 Duden dt. universalwb. 343b.-gekrümmt adj.: 1711 Scheuchzer physica 1,75. B zu ende C. 1 substantivische größen, die den abschluß einer entwicklung, eines ablaufs, einer handlung markieren, oft die unumstößlichkeit, endgültigkeit betonend:-abnehmer m.: 1930 zwischen dem getreidehändler in der landstadt und dem endabnehmer, der mühle, stehen manchmal noch mehrere händler dt. berufskde. 212 G./M. 1975 Kreuzer drogen 207.-abschied m.einen rechtsstreit abschließende entscheidung: ⟨1596⟩ öst. weist. 10,72. 1654 Abele gerichtshändel 725.-antwort f.: 1513 in: Pirckheimer brw. 2,288 R. 1795 Osiander denkw. (1794)2,23.-bescheid m.abschließende entscheidung, endgültiges urteil: 1654 ends-bescheid Abele gerichtshändel 344. 1912 die zur feststellung berufene stelle erteilt sodann den endbescheid Wewer geschäftsmann 655.-beschluß m.endgültiger, abschließender beschluß: 1483 end beschluß eins jnstruments formalari 70a. ⟨1870⟩ Marlitt Gisela (Stuttg. o. j.)350.-entscheidung f.urteil in letzter instanz, letzte entscheidung: 1850 arch. gesetzgebung bundes-staaten 1850 2,584 R. 1966 zeit 15,36.-fassung f.endgültige fassung, formulierung: 1948 Muschg literaturgesch. 128. 1983 Duden dt. universalwb 344a.-geschwindigkeit f.am ende der beschleunigung erreichte (höchst-)geschwindigkeit: 1841 Pambour, dampfwagen 203. 1983 Duden dt. universalwb. 344a.-gestalt f.am ende einer entwicklung erreichte form: 1936 Hengstenberg askese 224. 1971 Häusler Heinrich 76.-spruch m.letzte entscheidung, abschließendes urteil: 1596 Letzner dassel. chr. 1/4,42b. 1776 H. L. Wagner kindermörderinn 68 DLD.-summe f.endergebnis einer addition, auch einer kalkulation allgemein: 1902 Rathenau impressionen 249. 1978 Bütow harfe 78.-wirkung f.: 1856 Lotze mikrokosmus 1,74. 1929 Kellermann weg 196. 2 substantivische zusb. vom typ enddreißiger m., enddreißigerin f. jmd. im alter von ende dreißig:-dreißiger m.: 1960 spiegel 25,58. 1983 Duden dt. universalwb. 343b.-dreißigerin f.: 1959 spiegel 37,75. 1983 Duden dt. universalwb. 343b.-fünfzigerin f.: 1960 frankf. allg. ztg. 283,47. 1976 Schnurre ich brauch dich 77.

ent-.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1339, Zeile 23 [Horlitz, Albrand]
ENT-. die nhd. ent-verben haben sich aus zweifacher wurzel entwikkelt meist liegen ihnen bildungen mit dem präfix ant-, zum teil aber auch solche mit in- zugrunde. durch die germ. akzentfestlegung nach der entstehung der nominal-, aber vor derjenigen der verbalkomposita erscheint das in substantiven wie antlitz, antwort in voller form erhaltene ant- als verbalpräfix in gestalt einer unbetonten vorsilbe. nur die frühesten ahd. quellen bieten gelegentlich noch das ursprüngliche a. sonst liegt allgemein der durch abschwächung daraus entstandene unbestimmte murmellaut vor, der ahd. in der regel mit i, mhd., nhd. mit e wiedergegeben wird. neben ahd. int- auch die var. ent- und unt-, neben mhd. ent-, int-, ont- und unt-. – schon in frühahd. zeit entsprechen die formen mit und ohne t nur noch zum geringsten teil der ursprünglichen präfixverteilung sie spiegeln vielmehr meist jüngere lautentwicklung wider: schwund oder erhalt, unter umständen auch neueinfügung des präfixdentals sind vor allem durch die qualität des folgelautes bestimmt. vor vokal und h sind t-lose formen so gut wie nicht bezeugt. vor w, m, n, r und nachahd. l sind sie selten. die verschlußlaute haben dagegen schon im 9. jh. weitgehenden t-schwund bewirkt, dem bei stimmhaft gebliebenem b, d, g assimilation vorangegangen war (enpern, entecken, enkelten). in unmittelbarer nachbarschaft zu labialen stehendes n ist ebenfalls assimiliert worden (embern, emplündern). vor s hat eine unterschiedliche entwicklung stattgefunden: vor dem spätmhd. als ̌s erscheinenden s vor konsonanten und in der bereits im 11. jh. in denselben laut übergegangenen verbindung sk wechseln t-formen mit t-losen, wobei die ersteren außer vor sch < sk zu überwiegen scheinen. s vor vokal hat dagegen seit Notker in den allermeisten fällen ein t vor sich, das auch seit dem späten 13. jh. auftretende z-schreibungen (enzeubern für entsäubern, enzeben für entseben) bestätigen. wo, wie im omd., anlautendes vorvokalisches s stimmhaft gesprochen wurde, weisen solche schreibvar. außerdem auf auch bei dieser lautgruppe eingetretene assimilation hin. zur auffälligsten assimilationsbedingten formveränderung ist es vor f gekommen hier ist die gruppe tf zur affrikata pf, auch ph geschrieben, geworden (inphâhan schon im Tatian, zahlreichere belege, enpfremden, enpfüeren, seit 12., 13. jh.), der sich dann das vorangehende n angeglichen hat (empfallen, empfliehen). – auch wo das t ahd. völlig geschwunden war, stellen sich, für gewöhnlich ausgehend vom nfrk., ende 12. jhs., in der regel md. früher und häufiger als obd., wieder t-formen ein. dabei braucht es sich nicht in jedem fall um die wiederherstellung der ursprünglichen präfixform zu handeln. so kann z. b. das tz eines mhd. entziehen auch bloße orthographische z-var. sein. seit dem späten 13. jh. auftretende entpfüeren-, entperen-belege sind aber zweifellos als übergang von der durch reinen lautwandel entstandenen zur analogisch umgebildeten form anzusehen und lassen eine konservative, auf die wiederbzw im fall der ursprünglichen in-verben, neueinführung des weithin geschwundenen präfixdentals gerichtete entwicklungstendenz erkennen. der endpunkt dieser entwicklung ist, für die einzelnen anlauttypen unterschiedlich zwischen mitte 16. und 1. viertel 18. jhs. mit der rückgängigmachung jeglicher assimilation und der wiederherstellung des ursprünglichen grundwortanlauts erreicht. von der wiederherstellung ausgeschlossen bleiben nur die drei nicht mehr als ent-bildungen erkannten verben empfangen, empfehlen und empfinden. das archiv der göttinger arbeitsstelle des 2DWB enthält etwa 1870 bildungen mit ent-. nach dem datum der frühesten bezeugung entfallen davon auf das althochdeutsche 10% und auf das mittelhochdeutsche 27 ̇für das 15. bis 19. jh. sind jeweils rund 10% der erstbezeugungen zu beobachten, für das 20. jh. 23%. ent-verben sind untrennbar. deverbale bildungen überwiegen. die verben der gruppe 2 b schließen an be-, ver- und ein-antonyme an. unmittelbar von substantiven oder adjektiven abgeleitet sind, abgesehen von wenigen gelegenheitsbildungen, nur die verben der gruppe 3. die gruppen 6 und 7 enthalten ausschließlich bildungen, die in der jüngeren sprachgeschichtlichen entwicklung durch er- bzw. zer- abgelöst worden sind. 1 verben mit direktivem ent-. die seltenen bildungen sind durchweg früh auch in germanischen, insbesondere gotischen entsprechungen schon vorahd. bezeugt. mit ausnahme mehrerer wahrnehmungsverben erscheint der bildungstyp schon ahd., mhd. nicht mehr einheitlich. nhd. ist er auf einige vielgebrauchte einzelwörter beschränkt:-bieten, -seben. 2 verben mit aufhebung oder negierung bezeichnendem ent-. a ent- bezeichnet einen aufhebenden gegensatz zum basiswort. im hinblick auf die geringe zahl sicherer denominaler ent-abl. in vornhd. zeit werden dieser gruppe auch alle auf ein denominatives simplex beziehbare ältere bildungen zugeordnet, die möglicherweise direkt vom zugrundeliegenden substantiv oder adjektiv abgeleitet sind. in vielen fällen ist mit jüngeren umdeutungen im sinn von 3 zu rechnen:-binden, -decken A,-falten 1,-fesseln, -gürten, -hüllen, -kleiden -satteln, -schleiern, -stellen, -tarnen, -täuschen 1, 2,-waffnen 1,-zweien 1. b ent- bezeichnet einen aufhebenden gegensatz zu einer be-, ver- oder ein-bildung:-dunkeln, -geistigen, -giften, -krampfen, -loben, -motten, -puppen, -sorgen, -völkern, -zaubern. c ent- bezeichnet eine negation. vom spätahd. bis ins ältere nhd. spärlich bezeugter bildungstyp:-helfen 2,-hören 1. 3 verben mit privativem ent-. seit ahd. zeit auftretende nominalableitungen zunächst vor allem von körperteilbezeichnungen; nhd. deutlich zunehmend. nicht immer eindeutig gegen 2 abzugrenzen. für die ältere zeit nur bei fehlen einer verbalen herleitungsmöglichkeit angenommen: -arten 2,-ästen, -beinen, -gräten, -haupten, -jungfern, -kernen 1,-machten, -mündigen, -mutigen, -rätseln, -rechten, -rümpeln, -sittlichen. 4 verben mit separativem ent-. a ent- bezeichnet ‘von etwas fort oder her, aus etwas heraus-eilen, -fahren, -fallen, -fliegen, -fliehen, -führen 1, 2,-gehen 1, 2, 3,-gleiten, -kommen, -laufen 1,-lehnen, -leihen, -leiten, -locken, -nehmen B, C,-quellen, -reißen, -rücken, -schlüpfen, -schwinden, -senden, -sinken, -weichen, -wenden, -wischen, -ziehen, -zücken 1, 2, 3. b ent- bezeichnet den abstand oder die abwesenheit:-behren, -halten A,-raten 2,-stehen C. c ent- bezeichnet den perfektiv-resultativen aspekt. meist synonym neben entsprechenden ab-verben:-lohnen, -richten B,-scheiden B, C,-schichten, -sühnen. 5 verben mit inchoativem ent-. das geraten oder versetzen in einen zustand. die bildungen gehen z. t. auf alte in-bildungen zurück; vgl. imbiß neben entbeißen und germ. entsprechungen wie got. inbrannjan und mnl. inbiten-äußern, -beißen, -blößen, -brennen, -fachen -fernen, -flammen, -fremden, -leeren, -schlafen, -schlummern, -spinnen, -stehen, -unehren, -zünden, -zweien. 6 verben mit ent- als konkurrenzform zu verschiedenen er-bildungen. vereinzelte parallelbildungen zu er-verben unterschiedlicher bedeutungstypen seit mhd. zeit:-bauen, -bitten, -denken, -folgen, -götzen, -kälten, -kobern, -mangeln, -örtern, -seufzen, -sterben. 7 verben mit ent- in der bedeutungauseinander’. selten; oft neben geläufigeren zer-bildungen:-rütten, -schrunden, -spreiten, -stoßen 2.

entfallen, vb.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1370, Zeile 22 [Peperkorn]
ENTFALLEN vb.   ahd. intfallan, mhd. enpfallen, entvallen. as. andfallan, mnd. entvallen; mnl. nnl. ontvallen; afrs. undfalla, untfalla, ontfalla. mhd. und bis ins 16. jh. gelegentlich empfallen. präfixbildung zu fallen vb. 1 verlorengehen. a schwinden, entgehen: 863/71 then salidon sie intfallent Otfrid II 4,89 E. ⟨v1022⟩ mîne chrefte sint mir infallen Notker 3,1,20 ATB. ⟨u1200/10⟩ ez ist lanc daz mir freude enpfiel Wolfram Parzival 6660,3 L. ⟨2.h14.jh.⟩ so der geist also erhaben ist uͦber alle ding in wesenlicher warheit, da enpfellet ime alle ungelicheit b. v. geistl. armuth 118 D. 1585 diese zeitung erfuhr koͤnig Alexander, gleich wie er in letzten zuͤgen lag, hub seine hende auff vnd danckte gott fuͤr diesen sig, daruͤber entfiel jm die sprach, vnd verschied den 19 augusti Rätel schles. chr. 1,267. 1704 denn als mir die geduld entfiel,/ erreicht’ ich unverhofft durch keckheit zweck und ziel Wernicke epigr. 410 P. 1801 daher scheuten sie sich nicht, die untersuchung wegen der schwagerschaft des postillons so laut zu führen, daß dem letztern kein wort davon entfiel Spiesz familie 104. 1919 es hätte ihrer aufmerksamkeit entfallen können Kaiser brand 85. – häufig in verbindung mit herz, mut ⟨u1270/5⟩ red unde muot, diu zwei sint mir/ enpfallen alsô sêre Konrad v. Würzburg Engelhard 23367 ATB. 1523 wenn uns aber got das hertz entfallen lesset (bearbeitung) Luther w. 12,411 W. 1633 wie der hertzog solches hörete, entfiel jhm hertz vnd muht Neumayr auffstand 376. 1795 es entfalle keinem der muth um deßwillen Goethe I 21,9 W. b in vergessenheit geraten, aus dem gedächtnis verschwinden: ⟨u1470⟩ daz aber ich hie durche, üwern gnaͮden nit enpfall vsz gedechtnüsz Niclas v. Wyle translationen 221 LV. 1603 es ist mir .. in dem schrecken entfallen, was ich hab reden wöllen Agyrta grillenvertreiber 189 HND. 1746 ihre addreße ist mir entfallen Gleim brw. (1899)121 LV. ⟨1883⟩ die gewichtigen (gründe) waren mir selbstverständlich im augenblick entfallen Rathenau br. (1926)1,10. 1978 eines nachts schreckte er aus dem schlaf, weil ihm die hausnummer ihrer münchner wohnung entfallen war Bieler kanal 108. c wegfallen, ausfallen, nicht stattfinden: 1721 jn welchem zustande es bis dato verblieben, ausser daß e. e. rath alhier die, mittlerzeit entfallenen, ober = und criminal-gerichte zu unsrer zeit auf gewisse jahre, .. eingeräumt bekam Knauth Alten-Zella 3,31. 1860 die gerichtsgebühren entfallen für die einzelnen gerichtlichen acte Stein finanzwiss. 157. 1979 somit entfällt auch der .. zur diskussion gestellte fragebogen frankf. rundschau 44,15. 2 fallen, sinken. a niedersinken, jmdm. aus den händen, einem behältnis gleiten: ⟨1060/5⟩ Kaîn der nît ane gie, daz antlutze im inphiel wiener genesis 617 S. ⟨u1300⟩ ir hende enphilen uf ir knie hl. Elisabeth 4817 LV.hs. 15.jh. sin swert entphile yme usser der handt Lancelot 2,56 DTM. u1642 da ist er, wie ein schiff ohn hoffnung pflegt zu wallen,/ dem mitten in der see das ruder ist entfallen Titz ged. 10 F. 1783 ungebeten und ungewarnt nimmt sie (natur) uns in den kreislauf ihres tanzes auf und treibt sich mit uns fort, bis wir ermüdet sind und ihrem arme entfallen Goethe II 11,5 W. ⟨1853⟩ der volksmund berichtet, einem raben sei an solcher stelle die frucht, die er im schnabel trug, entfallen und sie sei zum baume aufgewachsen Auerbach (1857)3,160. 1974 jeder gegenstand entfällt den händen des konsuls Zeller lampenfieber 209. b ausfallen, abfallen; von haaren, blättern u. dgl.: ⟨13.jh.⟩ do entvîl in beidin ein hâr Eilhart 1386 L. ⟨M14.jh.⟩ keyn blat wirt in (bäumen) entvallin und ire vrucht wirt nicht vorgeen Cranc 249 Z. 1779 die besten federn sind, die den gänsen, wenn sie frische federn ansezzen, auf eben die art einzeln entfallen, wie ein neuer zahn den alten aus seinem lager verdrengt Halle werkstäte (1761)6,77. ⟨1854⟩ selbst mich rührte jetzt eine große traurigkeit, so daß mir einige tränen entfielen Keller 18,106 F. 1962 plötzlich entfiel einem der vögel ein ei Wendt liebesleben 287. c (unbeabsichtigt) entschlüpfen; von worten, äußerungen: 1500 do Mertel sulch zeugknusz entfallen und Fritzen das recht gedygen, ist Mertel mit zorn und schelten vam rechten geflohen und rechtfluchtig wurden chr. Elbogen 83 Sch. 1641 damit aber mir nit villeicht etwas auß vnbedacht entfiele, welches den statum publicum verletzen, oder aber gelehrte leuth an den kopff stossen möchte Manz schutz 1, )( )(2a. 1791 die harten worte, die ihm bei der rückkunft dieser gesandten .. entfielen Herder 14,428 S. 1922 nicht wird dies wort vor ihnen deinem mund entfallen Jahnn arzt 65. 3 sich oder etwas jmdm. entziehen: ⟨u1217⟩ der milte enpfiel sölh helfe nie Wolfram Willehalm 30,20 Sch. 1556 denn es je vnbillich, das einer wolt von mir glauben gehalten haben, des jenigen, so ich jm versprochen het vnd wolte mir dargegen, des so er mir zugesaget, entfallen Lauterbeck regentenb. 89b. – etwas leugnen, bestreiten: ⟨1315⟩ entvellet de konink de samende hant, dat he er nicht vorlenet hebbe altlivlands rechtsb. 58 B. 1599 ward er zu rhathause gefoddert, vnd seine verrheterische stuͤcke jm fuͤrgehalten, welche er doch zum theil verneinete, zum theil aber nicht entfallen kondte Waissel chr. 209a. 4 (als anteil) auf etwas, jmdn. kommen: 1834 die stolgebühren (sollen) nach einem dreijährigen durchschnitte .. berechnet, und in dem sonach entfallenden betrage fortwährend abgeführt werden Helfert kirchenvermögen 2,22. ⟨1901⟩ selbst die billigsten und besten verkehrsmittel vermögen einen auf die wege entfallenden zeitverlust nicht gänzlich aufzuheben Henrici beitr. [1904]202. 1978 (es) werden jährlich 175 millionen tonnen stickstoff biologisch gebunden, und etwa die hälfte davon entfällt auf die landwirtschaft Schneider, klima 230.

Im ²DWB stöbern

a b c d e f
existenzbedingung
Zitationshilfe
„endfall“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/endfall>, abgerufen am 28.10.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)