Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

entelechie, f.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1367, Zeile 3 [Peperkorn]
ENTELECHIE f.   lehnwort aus gr. ἐντελέχεια. 1 einem lebewesen, einer sache innewohnendes formprinzip, das sie zur vollendung, verwirklichung bringt; bestimmendes element, wirkungskraft: 1538 Aristoteles .. heißt die seel entelechiam ein außbereytung vnd volstreckung des natürlichen leibs, so in jr hat die krafft des lebens Franck arch 79b. 1749 es ist und bleibt ihr gänzlich unbestimmt: ob die elasticität aus der änderung der figur und einer plötzlichen herstellung derselben herfließe, oder ob eine verborgene entelechie, eine qualitas occulta, oder gott weiß, was noch sonst für eine ursache mehr, die quelle derselben sei Kant 1,70 ak. 1975 so schrieb man einer befruchteten eizelle kräfte zu, die entelechien, das heißt die richtenden kräfte, die die ausfaltung des entstehenden organismus dirigierten Cramer fortschritt 34. 2 die verwirklichung der in etwas angelegten möglichkeiten: 1815 der grundbegriff seiner (Aristoteles) ganzen höhern philosophie ist aber wohl unstreitig der idealistische begriff der sich selbst bestimmenden tätigkeit oder entelechie F. Schlegel I 6,94 B. 1975 diese bewegung ist nach einem satz des gewiß nicht überspringenden Aristoteles unvollendete entelechie Bloch experimentum 63.

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Zitationshilfe
„entelechie“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/entelechie>, abgerufen am 22.10.2021.

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