Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

entglühen, vb.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1409, Zeile 60 [Rahnenführer]
ENTGLÜHEN vb.   präfixbildung zu glühen vb. vorwiegend poetisch; gegen die mitte des 19. jhs. ungebräuchlich werdend. 1 zu glühen, leuchten, brennen beginnen: ⟨A14.jh.⟩ dazselb eisen so daz daz englut/ ain ainung mit dem fewr ez tut mönch v. Heilsbronn grâde 1483 M. 1673 der geust ins feuer oel, flutt auf entglühte steine Lohenstein türk. trauersp. 151 LV. 1840 so mag ein quell in hoher palmen schatten/ den pilger laben, der von durst entglühte Geibel ged. 140. 2 sich erregen, in erregung geraten: 1684 was sind wir so bestürtzt, das uns gott selbsten zihe,/ das alle selbstheit fall und Jesus lib entglühe? Kuhlmann kühlpsalter 1,61. 1712 zudem ist seine seel entglüht,/ er wil mich zum gemahl J. G. Schmidt Ovid, verwandlungen 431.hs. 1845 von heißer lebenslust entglüht,/ hab ich das sommerland durchstreift Keller 14,111 F.

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Zitationshilfe
„entglühen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/entgl%C3%BChen>, abgerufen am 24.10.2021.

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