Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

entglimmen, vb.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1409, Zeile 30 [Rahnenführer]
ENTGLIMMEN vb.   nl. ontglimmen. präfixbildung zu glimmen vb. vereinzelt auch schwach flektiert. vereinzelt früh, häufiger erst seit dem 17. jh.; überwiegend poetisch. 1 zu strahlen, leuchten, schwach zu brennen anfangen: ⟨A14.jh.⟩ alle sterren nâch und ê:/ ein menschlîch bilde dinne englam erlösung 3283 DLE. 1636 du hast erkandt,/ auff was vor einem herd’ jhr fewer ist entglommen Czepko weltl. dicht. 324 M. ⟨v1847⟩ in rosenfarb’ ist der rubin entglommen Strachwitz ged. (1853)150. 1967 e[in] feuer, flamme ist entglommen WDG 2,1051a. 2 sich erregen, in erregung geraten: 1644 so legt sie hin von sich den wilden geist/ vnd schenckt sich dir von liebe gantz entglimmet Augspurger Montchrestien, schäfferey 103. 1751 ein deutsches jägerheer hatte dieß kaum wahrgenommen,/ als es voller ungestüm auf der Römer muth entglommen Schönaich Hermann 98. ⟨1845⟩ denn sie (gesichter, augen) horchen gierig entglommen/ auf des nachbars beredten mund M. Hartmann ges. w. (1873)1,68.

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entgegenstehen erbrausen
Zitationshilfe
„entglimmen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/entglimmen>, abgerufen am 20.10.2021.

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