Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

entpuppung, f.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1453, Zeile 64 [Arbeitsstelle]
ENTPUPPUNG f.   abl. von entpuppen vb. das ausschlüpfen aus der puppe; das hervortreten der wahren natur oder gestalt; überraschende verwandlung: 1789 ich versichere, daß der teufel nach dieser entpuppung .. aussah wie ein .. leibhafter mensch .. . aufrichtig zu reden, so hatt’ ich ihn in seiner gehörnten larve viel lieber Jean Paul I 1,297 ak. ⟨1836⟩ hier sehen wir Goethe .. als naturforscher, wie er eine raupe beobachtet, die sich .. als schmetterling entpuppen wird, hier sehen wir ihn dem großen Herder gegenüber, der ihm ernsthaft zürnt ob dem indifferentismus, womit Goethe die entpuppung der menschheit selbst unbeachtet läßt Heine s. w. 7,60 W. 1863 die rasche entpuppung des freien jenenser jünglings zum lippe = detmolder philister Ruge zeit (1862) 3,83. ⟨1913/6⟩ er wartete also getrost auf eine entpuppung auch seines gastgebers Barlach Seespeck (1962)153.

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Zitationshilfe
„entpuppung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/entpuppung>, abgerufen am 21.10.2021.

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