Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

entrauben, vb.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1455, Zeile 22 [Arbeitsstelle]
ENTRAUBEN vb.   mhd. entrouben. mnd. entrōven; mnl. ontroven, nnl. ontrooven. präfixbildung zu rauben vb. jmdm. einen besitz, zugehöriges nehmen; meist im passiv oder zustandspassiv, ein gut verlieren: 1439 wie sin husfrauwe ires gudes und ires kindes jemerlichen und heimlichen entraubt und entwelliget wurden si in: Windeck denkw. 495 A. 1535 vnnd auff daß sie sich nit widerumb rotten .. moͤchten .., hat er gedacht wie er .. sie jrer weer vnd gewalt entrauben moͤcht Micyllus Tacitus 179a. ⟨1605⟩ der oder die das übergiengen, solten deß handtwerks .. endraubt und darzuo sechs pfundt pfening zu straf verfallen sein rechtsqu. St. Gallen I 1,55. 1843 diese thürstücke .. zeigen plötzlich zwischen dem wahnsinn allegorischer attribute raphaelische verzierungen, dem Vatican entraubt Paalzow Thyrnau 1,101.

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Zitationshilfe
„entrauben“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/entrauben>, abgerufen am 22.10.2021.

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