Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

entschleichen, vb.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1482, Zeile 36 [Peperkorn]
ENTSCHLEICHEN vb.   ahd. inslîhhan, mhd. entslîchen. mnd. entsliken; nnl. ontsluiken. präfixbildung zu schleichen vb. heimlich entweichen, ausweichen, entfliehen: 863/71 er ouh Jacobe ni sueih, tho er themo bruader insleih Otfrid H 81 E. ⟨u1300⟩ (wande ir daz bette was zu weich)/ dar abe si gar lise entsleich hl. Elisabeth 1526 LV. hs.M14.jh. uch wirt daz suͤzz noch bitter,/ wann uch daz ryͤch enslichit Baldemann clage 497 V.hs. 1514 dar vmb verwarent jn vff das best,/ das er vch nitt entleyff oder entsleich heidelb. passionssp 267 LV. 1678 ich, herr, allein abweiche/ von mir gebahnter spuhr/ offt auß der gleis’ entschleiche/ von mir gezogner schnur Christelius annus 446. 1846 ein auge gütig nur, solange leicht/ und anmutsvoll die träne ihm entschleicht Droste-H. 1,2,315 Sch.K. 1910 tief verschmolzen, brunstbeklommen,/ konnte niemand matt entschleichen Däubler nordlicht 2,111.

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entgegenstehen erbrausen
Zitationshilfe
„entschleichen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/entschleichen>, abgerufen am 26.10.2021.

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