Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

epigone, m.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1561, Zeile 71 [Peperkorn]
EPIGONE m.   lehnwort aus der substantivierung von gr. ἐπίγονος adj. ‘dazu, danach geboren’. meist im plur. 1 in der gr. mythologie, die söhne der sieben gegen Theben; dann auch allgemeiner, nachkommen, söhne: 1766 zehn jahre nach diesem unglücklichen feldzuge versuchten die kinder dieser feldherren, ihre väter zu rächen: und diesen zweyten krieg nennet man den krieg der epigonen Schröckh götterlehre 5,70. 1891 den zahlreichen reichsteilungen unter den karolingischen epigonen lag niemals der .. gegensatz deutschen und wälschen volkstums zu grunde Lamprecht dt. gesch. 1,11. 1971 jeder von ihnen (nachfolgern) wird - als epigone - schwächer sein als Mao Mehnert China 230. 2 auf K. L. Immermanns roman ‘die epigonenzurückgehende bezeichnung für einen unschöpferischen nachahmer, meist pejorativ: 1830 unsere zeit, die sich auf den schultern der mühe und des fleißes unserer altvordern erhebt, krankt an einem gewissen geistigen überflusse. die erbschaft ihres erwerbes liegt zu leichtem antritte uns bereit, in diesem sinne sind wir epigonen Immermann 3,8 M. ⟨1893⟩ die größe der auffassung können die epigonen freilich von Walther nicht lernen Roethe reden [1927]83. 1951 die slawischen völker sind .. schöpferisch. sie wollen nicht epigonen fremder lehrmeister sein Niekisch bilanz 381.

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Zitationshilfe
„epigone“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/epigone>, abgerufen am 21.10.2021.

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