Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

erbötig, adj.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1623, Zeile 70 [Peperkorn]
ERBÖTIG adj.   abl. von erbieten vb. vgl. erbietig adj. älter auch in nichtumgelauteter form bezeugt. bereit; überwiegend prädikativ, selten attributiv: ⟨u1479⟩ uͤber die ersuchung sind sie gen unseren herrn und schweher dem koͤnige erboͤtig gewest, ir erbeinunge gen ihm als einem rechten koͤnige zu Behem zu erstrecken Eschenloer Breslau 1,83 K. 1528 denselbigen briff bin ich alweg erbottig gewesen und noch vorzculegen packsche händel 2,71 D. 1626 sie weren erbötig, so offte sie köndten, jhn zu besuchen Opitz Argenis 1,52. 1724 ich bin meines herrn erbötigster diener patriot Cc1b. 1851 er war erbötig, den beweis der wahrheit für seine behauptungen zu führen Walter größen (1850)2,123. 1917 England war erbötig, Deutschland die formelle zusicherung zu geben, es nicht anzugreifen Fernau durch 118. 1968 mein vater, weniger erbötig als zuständig, wollte wissen, ob er nun an die haustür klopfen solle, für den besuch sozusagen Lenz deutschstunde 442. – sich erbötig finden, machen seine bereitschaft bekunden: 1794 die schlange fand sich erbötig,/ schwur den theuersten eid Goethe I 50,127 W. 1880 nun stürmen auf den reisenden .. einige Juden in schmierigem kaftan und mit schläfenlocken ein, die sich erbötig machen, sein gepäck zu tragen Nordau Kreml 1,86. 1974 Kim machte sich erbötig, die hose zu nähen Roth horizont 89.

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Zitationshilfe
„erbötig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/erb%C3%B6tig>, abgerufen am 17.10.2021.

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