Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

erbübel, n.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1639, Zeile 50 [Peperkorn]
ERBÜBEL n.   zuss. mit erben vb. ererbte, erbliche negative eigenschaft: 1673 wann nun das angebohrne erb=ubel bey dem menschen sich so mächtig außbreitet, daß es alles das jenige, was zu wolfarth des menschlichen geschlechtes erbaulich, anstecket Weirauch regirungs-klugheit D1b. 1814 das alte erbübel der deutschen universitäten, der unfug der orden und landsmannschaften K. E. Schmid wiedergeburt 95. ⟨1918⟩ das gefühl für eines unserer deutschen erbübel hat sich außerordentlich verfeinert: für die verhängnisvolle überschätzung dessen, was man mit gewalt erreichen kann grundschr. jugendbewegung 313 K. 1979 alt ist insbesondere die klage über die lange verfahrensdauer. es handelt sich hier gewissermaßen um ein erbübel, das der ziviljustiz seit jeher und in allen ländern anhaftet frankf. rundschau 97,11.

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Zitationshilfe
„erbübel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/erb%C3%BCbel>, abgerufen am 26.10.2021.

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