Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

erbetteln, vb.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1595, Zeile 42 [Horlitz, Albrand]
ERBETTELN vb.   mhd. erbetelen. präfixbildung zu mhd. betelen vb. durch betteln erhalten, zu erhalten suchen: ⟨u1147⟩ vil luzel ist der unser rât:/ swaz wir rebetelen baide,/ daz ist algemaine kaiserchr. 2757 MGH. ⟨u1300⟩ si hofte erbeteln etewaz,/ davon si mochte vurbaz/ ernern ir vil armez leben passional 648a K. 1508 ain armer beetler, der vor ainer kirchen sitzet, vnd daz almuͦsen begert, .. vnnd waißt nitt, ob er ainen haller erbeetlen mag Geiler pred. 33c. 1619 das ärgste aber, das man an solchen bettlern hat, ist, daß sie .. das erbettelte allmosen verfressen, versauffen, verspielen Garzoni, schauwplatz 450b. 1775 ich hätte .. mein brodt erbetteln müssen, wenn nicht mein edelmüthiger freund .. mir eine hofmeisterstelle .. verschafft hätte F. Nicolai Nothanker (1773)2,70. 1976 viele (patienten) sind auch darauf angewiesen, sich zigaretten zu erbetteln oder durch dienstleistungen zu erwerben Kipphardt März 116. – durch inständiges bitten erreichen, zu erreichen suchen: ⟨v1510⟩ es ist vß gericht vmb mich. so mag ichs himmelrych nit erbettlen, gott abbitten. wenn noch dem tod gott nye mans me erhoͤrt Geiler postill (1522)3,M1a. 1956 bald erbettelten wir von den eltern, daß wir das mittagessen .. im forsthaus zu uns nehmen dürften Bülow wilderer 15.

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Zitationshilfe
„erbetteln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/erbetteln>, abgerufen am 25.10.2021.

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