Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

erbfürst, m.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1598, Zeile 18 [Horlitz, Albrand]
ERBFÜRST m.   mhd. erbevürste. mnd. erfvörste; nnl. erfvorst. zuss. mit erben vb. landesherr oder fürst mit erblicher würde: ⟨u1300⟩ din heiliges kint Jhesus Crist,/ der unser erbe furste ist Heinrich v. Neustadt zukunft 3176 DTM. 1542 schwur man kuniglicher mayestat als aynem oberherren und herzog Albrechten und herzog Wolfgangen als erbfursten und gruntherren qu. bauernkrieg Oberschwaben 45 LV. 1656 weil .. die meisten land=stände in schuldiger pflicht und treu gegen .. ihre angeborne erb=fürsten beständig verharret, und dem kaiser nicht huldigen wollen T. Schmidt Zwickaw 1,178. 1759 die aussicht der mehresten unserer jezigen landes=regierungen ist nichts weniger als tröstlich; fast schäme ich mich aber, ein Teutscher zu seyn, wann ich beherzige, was viele unserer künftigen erb=fürsten erst vor leute seyn werden Moser herr 24. 1829 herr Soret von Genf, an die erziehung unseres jungen erbfürsten berufen Goethe IV 45,213 W. ⟨1886⟩ den Herakliden, welche sich als erbfürsten von Tiryns geltend machen E. Curtius alterthum (1875)3,64.

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entgegenstehen erbrausen
Zitationshilfe
„erbfürst“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/erbf%C3%BCrst>, abgerufen am 16.10.2021.

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