Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

erbhof, m.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1601, Zeile 29 [Horlitz, Albrand]
ERBHOF m.   mnd. erfhof. zuss. mit erben vb. erblich verliehener oder übereigneter bauernhof älter im rechtsbereich, im zusammenhang mit der blut- und bodenideologie des nationalsozialismus wieder aufgegriffen: ⟨1316⟩ dat .. unse here hertoge Hinrik .. uns und unsen rechten erven hefft gelegen (verliehen) to sameder hant eynen ervehoff to erveborchlene urkb. hochstift Hildesh. 4,166 J./H. 1456 Ludewig Munden hait einen erbhoiff gelegen an der Bruckengassen ziegenb. salb. 28 E. ⟨1699⟩ meyer-, erben-, zins- und schillingshöffe DRW 3,83. ⟨1933⟩ deshalb tut eine .. schicht ausgelesener ländlicher familien auf unveräußerlichen und unteilbaren erbhöfen not Günther führeradel [1936]40. 1977 erfuhr man, .. daß .. (angeblich) wegen eines jüdischen schachers sein väterlicher erbhof verlorengegangen sei Kühn jahrgang 22 84. gesicherte stellung, unverlierbarer besitz: 1964 der schwung ist ihr (partei) abhanden gekommen. ihre sprecher sagen heute auf dem lande etwas anderes als in der stadt, und auch damit werden sie keine politischen erbhöfe halten Keesing’s arch. 34,11067a. 1992 ein weiteres mal könne die FDP das außenamt nicht wie einen erbhof besetzen frankf. allg. ztg. 99,1.

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Zitationshilfe
„erbhof“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/erbhof>, abgerufen am 22.10.2021.

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