Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

erbietig, adj.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1605, Zeile 47 [Albrand]
ERBIETIG adj.   abl. von erbieten vb. 4. parallelbildung zu erbötig adj., im 18. jh. durch dieses ersetzt. häufige nbf. urbütig, -bietig. willig, bereit. präd., oft erbietig sein, selten sich erbietig machen: 1479 seyen sie erbuͤttig dem kayserlichen legaten ir botschafft zuͦ zeschicken Frankf. reichscorr. 2,1,384 J. 1539 das sie .. jnen .. huldunge zu thun nicht wegeren wollen, als sie der allzeit erbietig gewesen sein Johann F. v. Sachsen/ Ph. v. Hessen widder schreiben M2b. 1633 daß ein vnschuldiger außländischer könig, der sich auch zu aller freundschafft erbietig machte, dermassen vngütlich solte tractiret werden Abelin hist. chr. 62b. 1695 massen er (gott) gantz urbiethig ist, unserer schwachheit beyzustehn, nit aber in uns die faulheit zu ziglen Abraham a s. Clara Judas (1686)4,199. 1813 er ist auch erbietig, dieses alles zu vergelten qu. dt. volkskde. 2,68 G./M.

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Zitationshilfe
„erbietig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/erbietig>, abgerufen am 22.10.2021.

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