Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

erbitterung, f.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1609, Zeile 8 [Albrand]
ERBITTERUNG f.   abl. von erbittern vb. 1 zorn, groll, wut. zu erbittern vb. 1. hauptgebrauch: u1538 und ist sollicheine erbitterung gegen die Denen geworden, das auch die khonigin selbst und viel junckfrawen und frawen sich zum reiten und sunst zum krieg gewennet Kantzow chr. Pommern 2,10 G. ⟨1696⟩ bey diesen letzteren worten kunte sich Atlanta nicht enthalten, daß ihr vor grimm und erbitterung die thränen aus den augen fielen Bohse Doris (1699)121. 1767 daß dergleichen processe, so unter (verwandten) personen entstehen, .. mit grösserer weitläuftigkeit und erbitterung geführet werden, als sonsten zu geschehen pfleget Eisenhart erz. 1,145. 1862 der haß und die erbitterung der einwohner waren nach der letzten einquartierung .. noch bedeutend gestiegen Genast tgb. 1,52. 1976 anzeichen nervlicher überanstrengung (bei den studenten) hat es vielfach gegeben, folgen der erbitterung über den unbarmherzigen leistungsdruck Mehnert jugend 184. 2 heftigkeit, hartnäkkigkeit selten: 1818 zwei arten von kriegen, die stets mit der größten erbitterung geführt wurden Krug kreutz- u. queerzüge 109. 1929 in furchtbarer erbitterung konzentriert sich der kampf um die alten zerstörten brücken Beumelburg sperrfeuer 432. 1973 daß sich gefechtshandlungen mit kernwaffeneinsatz durch außerordentliche erbitterung und entschiedenheit auszeichnen werden Iwanow/S./ S., truppenführung 316.

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Zitationshilfe
„erbitterung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/erbitterung>, abgerufen am 26.10.2021.

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