Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

erbleihe, f.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1614, Zeile 68 [Rahnenführer]
ERBLEIHE f.   zuss. mit erben vb. erbliches pachtgrundstück sowie das nutzungsrecht darüber: 1571 erstlich, daß solche erbleyhe allwegen in schrifften vnder des gerichts .. insigel verbrieffet werden soll Fichard/T. gerichts ordenung 65a. 1620 solches ist vnd heist eine erbleihe oder erbzinß gut, da gleichwol der eigenthumb bey dem verleiher .., dem erbzinßman aber .. der gebrauch .. daran bleibt erblich landrecht Preussen 4,127. 1795 daß ein erblehnmann die ihm zu erbleihe gegebene sache als sein wahres eigenthum betrachtet Cancrin ziegelhütten 162. 1887 es liegt auf der hand, daß diese erbleihe dem großgrundherrn auf die dauer um so ungünstiger sein mußte Lamprecht rhein. gesch. 108.

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Zitationshilfe
„erbleihe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/erbleihe>, abgerufen am 16.10.2021.

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