Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

erbnehme, m.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1621, Zeile 44 [Rahnenführer]
ERBNEHME m., f.   mhd. erbenæme, erbenëme. mnd. erfnāme, erfnēme; mnl. erfname; afrs. erfnema. vgl. die parallelbildung mit anderer ablautstufe des grundworts ahd. erbinomo. afrs. erfnaͦma; ae. irfenuma; got. arbinumja. zusb. aus erbe n. schw. flexion. bis ins 16. jh. begegnet häufig die nicht umgelautete form erbna(h)me. das wort zeigt vorwiegend nd.-omd. verbreitung, es ist durch erbnehmer m. ersetzt worden. erbe, erbfolger; oft in formeln mit erbe, nachkomme, nachkömmling, nachfolgender m. zusammen verwendet: E14.jh. waz ein erbe nicht geldin darf. deube noch raup noch topil spil ist der erbname nicht pflichtig czu geldin blume v. Magdeb 85 B. E15.jh. do starp der herczoge .., dar zu danne .. herczoge Wilhelms .. eliche gemal, eine neste erbneme (erbin) Stolle memoriale 268 Th. 1592 gerechtigkeit .. zu fordern an denen guͤtern, die sonder erbnamen an seiner koͤn. may. verfallen Schütz hist. 6/10,Ll5a. 1665 Heinrich von Lancaster .. ist endlich zu Westmünster verblichen, seinen sohn Heinrich den Fünfften zum erbnehmen des reichs hinterlassend Francisci traur-saal 1,79. ⟨1742⟩ der oder dieselbige (person) nebst ihren erben und erbnehmen davor jeder zeit tenent seyn sollen corp. constitvtionvm brand.- cvlmbac. (1746)1,437.

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Zitationshilfe
„erbnehme“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/erbnehme>, abgerufen am 25.10.2021.

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