Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

erbschlüssel, m.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1633, Zeile 4 [Peperkorn]
ERBSCHLÜSSEL m.   zuss. mit erben vb. nach dem aberglauben mit geheimen kräften behafteter ererbter schlüssel: 1669 der mensch welchem was gestohlen gewesen, hätte müssen zwischen seinem ersten finger beyder hände ein geerbetes newes testament fassen, auffgerichts, und darin war auch ein erb=schlüssel gestäckt worden Praetorius glückstopf 48. 1715 erb=schlüssel an die haußthüre werffen, ist ein abergläubischer gebrauch, wenn das weibesvolck in der christ=nacht zwischen 11. und 12. uhr ein bund erbschlüssel an die haußthüre wirfft, um zu hören, auf welche ecke der hund zu bellt, als wohin sie zu heyrathen vermeynen Amaranthes frauenzimmer-lex. 479. 1860 erbschlüssel werden besonders zum entdecken von dieben gebraucht Wuttke volksaberglaube 58. ⟨1927⟩ ein tisch wird mitten in das zimmer gestellt und mit allerlei gegenständen belegt: nachtmütze, stiefelknecht, erbschlüssel, kranz, salz, asche und dergleichen mehr Sohnrey dorf (1936)45.

Im ²DWB stöbern

a b c d e f
erbpächter erlösungsidee
Zitationshilfe
„erbschlüssel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/erbschl%C3%BCssel>, abgerufen am 24.10.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)