Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

erbschleicher, m.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1632, Zeile 53 [Peperkorn]
ERBSCHLEICHER m.   zuss. mit erbe n. nach Kluge/M. et. wb. 19170b lehnübersetzung von lat. heredipeta. jmd., der auf unmoralische weise oder widerrechtlich eine hinterlassenschaft zu erlangen versucht: 1696 er weiß, daß das geld adelt und das denen reichen auch die gelehrten schmeicheln, und wenn er gleich noch so filtzig ist, doch die erbschleicher umbs maul gehen und caressiren Thomasius artzeney 292. 1788 dies getümmel .. von .. schmeichlern, giftmischern, erbschleichern und falschen freunden Wieland Lucian 1,36. 1840 es hätte euer gnaden wahrscheinlich nur einen brief gekostet, und die frau gemahlin wäre schon längst hier, der alte herr versöhnt und der erbschleicher mit langer nase abgezogen Nestroy 10,287 B./R. 1927 ‘mein mann ist doch kein erbschleicher!’ rief frau Strichmüller Frank männerquartett 71. 1975 Monks, der sich .. in die stattliche schar der bösartigen brüder und erbschleicher seit den zeiten von Fieldings ‘Tom Jones’ einreiht H. Mayer aussenseiter 393.

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erbpächter erlösungsidee
Zitationshilfe
„erbschleicher“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/erbschleicher>, abgerufen am 28.10.2021.

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