Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

erbteilung, f.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1639, Zeile 8 [Peperkorn]
ERBTEILUNG f.   mhd. erbeteilunge. zuss. mit erbe n. verteilung einer hinterlassenschaft, eines erblichen besitzes: 1334 to erfdeylinghe bederfme nicht de scepen nochte ratmanne stendaler urtheilsb. 2 B. 1434 weͣre auch, das si an sölicher erbtailung von harnasch oder vertigung wegen mit ainander irrtig wurden obschwäb. stadtrechte 1,210 M. 1587 wöllen wir, das die amptleüth und gericht jedes orts in solchen erbtheilungen die heüser oder andere güeter, so nit mit gutem nutz sonder schaden zertrent werden müessen, solche zertrennung nit zuelassen württ. ländl. rechtsqu. 2,650. 1670 die kinder erster ehe oder deren freunde fordern erbteilung, die sol ihnen widerfahren stadtrechte Eisenach 132 S./ D. 1707 sie kamen wegen unvergnügter erbtheilung aneinander, zumalen Constantinus und Constans, daß jener in der schlacht sein leben darüber verlohr Nerreter schauplatz 394. ⟨1861⟩ ich halte es für ein glück, daß so bedeutende vermögen nicht durch erbtheilung zersplittert werden können Spielhagen s. w. (1872)1,55. 1908 bei der erbteilung nach Bachs tod figuriert Görner als vormund der vier unmündigen kinder Schweitzer Bach 112. 1975 die erbteilung besorge die zerschlagung der latifundien Studnitz seitensprünge 43.

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Zitationshilfe
„erbteilung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/erbteilung>, abgerufen am 26.10.2021.

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