Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

erbverbrüderung, f.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1640, Zeile 38 [Peperkorn]
ERBVERBRÜDERUNG f.   zuss. mit erbe n. wechselseitiger vertrag zwischen regierenden häusern, wonach beim aussterben des einen hauses das andere die erbfolge antritt: 1525 darumb wollen wir e. l. vermogen unser erbverbruderung aufs hechst ersucht und mit vleis gepetten haben, dieselb wolle uns ire reisigen .. zuschicken akten bauernkrieg Mitteldtld. 1,1,210 M./F. 1690 daß er (der kaiser) .. auch die rheinische verein=union und unter ihnen aufgerichtete erb=verbrüderungen bestättigen wolle Comazzi, lorbeer-krantz 1,58. 1753 der vornehmste punkt des bey dieser gelegenheit geschlossenen bündnisses, die erbverbrüderung beyder häuser, war schon 1442. geschlossen Buchholtz Meklenb. 570. 1814 die stände waren schon seit geraumer zeit darauf bedacht gewesen, allen diesen heimfällen durch anwartschaften und erbverbrüderungen zuvorzukommen K. E. Schmid wiedergeburt 195. 1911 neben der thronfolge kraft geburtsrechts gilt in einigen deutschen staaten noch die thronfolge kraft erbverbrüderung Jellinek ausgew. schr. 2,164.

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Zitationshilfe
„erbverbrüderung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/erbverbr%C3%BCderung>, abgerufen am 20.10.2021.

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