Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

erdbebung, f.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1645, Zeile 28 [Albrand]
ERDBEBUNG f.   ahd. erdbibunga, mhd. ertbibunge. as. erthbivunga (?), mnd. ērtbēvinge; mnl. erdbevinge, nnl. aardbeving; afrs. erthbivinge; ae. eorþbifung, me. erthbifung. zuss. von erde f. B 1 und bebung, ahd. bibunga f. erdbeben: u830 sint thanne suhti inti hungara inti erdbibunga (terre motus, Luc. 21,10) Tatian 2145,5 S. ⟨E12.jh.⟩ wart ein ertbibunge so groz daz die hus nider warf und die luͦte irsluͦg altdt. pred. 1,282 Sch.hs. 13.jh. dô quam ein ertbibunge unt die stat, dâ diz heliige crûce lac, die wart alle irwegit md. pred. 345 J. ⟨u1300⟩ ez wart ein ertbibunge/ also groz, daz si genuc/ derselben stat nidersluc passional 183a K.⟨z.j. 1443⟩ auf dem tage, als die groß ertbibung da waß (Nürnb.) chr. dt. städte 3,379. 1559 in disem jar im wintermonat ist die stat Basel mit dreyen grossen erdbibungen bewegt Gennep epitome a3b. ⟨1650/60⟩ anno 1620. ist die grosse erdbebung gewessen vndt schlegt den 4 juny dass wetter ihn dass Hermansteder spital font. rer. austr. I 3,58. 1698 was die erdbebungen betrifft, die durch den brandt der brennenden berge verursacht werden, die seyn, wie ich dafür halte, gantz einer andern natur Ray, klee-blätlein 239. 1716 daß ein feuer unter der erden sey, solches bezeugen so viel feuerspeyende berge .., so grausame erdbebungen, unterirdische donnerwetter Pachelbel Fichtel-berg 252.

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Zitationshilfe
„erdbebung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/erdbebung>, abgerufen am 24.10.2021.

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