Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

erdgeist, m.

Fundstelle: Band 8, Spalte 1666, Zeile 44 [Albrand]
ERDGEIST m.   zuss. mit erde f. B, C. auch mit dem fugenelement -en-. – lit. (bes. zu 2): hist. wb. philos. 2,607-608 R. 1 unterirdischer spukgeist, gnom, kobold oft im plur.: 1611 erdgeister, welches sind die erdmännlein triumphwagen Antimonii 29. 1703 zwerge .., so .. in menschlicher gestalt verstellte erd=geister gewesen Behrens hartz-wald 79. 1828 (die spinnfrauen erzählen) von des berges tiefen spalten,/ .. von der erdengeister treiben Schwab ged. 1,324. 1943 der gott des reichtums, Kubera, war wohl ursprünglich ein erdgeist, der die schätze hütete Glasenapp religionen Indiens 145. 1963 nicht jeder neubauer steckte wie ein erdgeist in seinem acker und listete ihm höchsterträge ab Strittmatter Bienkopp 80. 2 verkörperung des prinzips des irdischen; nur im sing. zuerst als gestalt in Goethes Faust, daran anschließend philosophischer und poetischer wortgebrauch. (vgl. auch weltgeist): ⟨1775⟩ (Faust) schlägt unwillig das buch um und erblickt das zeichen des erdgeistes Goethe Faust 1,5 ak. 1819 gesetzt .., es träte der erdgeist hervor und zeigte uns in einem bilde die vortrefflichsten individuen, welterleuchter und helden Schopenhauer 1,216 D. ⟨1916⟩ der erdgeist ist ein anspruch von Fausts seele an die natur Gundolf Goethe (1917) 757. 1955 Faust erkühnt sich, den erdgeist .. zu beschwören Hausmann entscheidung 66.

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Zitationshilfe
„erdgeist“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/erdgeist>, abgerufen am 28.10.2021.

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