Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

fädeln, vb.

Fundstelle: Band 9, Spalte 25, Zeile 19 [Schulz]
FÄDELN vb.   abl. von faden m. vgl. älteres einfädeln vb. 1 etwas geschickt beginnen, arrangieren. selten: 1769 so was zu fädeln, hast du eine seltne gabe Goethe I 53,63 W. ⟨1957⟩ ‘das hat er geschickt gefädelt’, sagten die lehrlinge Strittmatter wundertäter (1959)132. 2 einen faden führen, in etwas einziehen, nähen: 1815 es wären die rechten leute angekommen, die hätten einen feinen verstand, den könnte man wohl ineine nadel fädeln Grimm kinder- u. hausmärchen [1955]439 P. ⟨1883⟩ alles fädeln und knüpfen und weben verstehn ihre fingerNietzsche w. 2,381 Sch. 1931 solange das tageslicht noch in den fenstern lag, schneiderten, fädelten, stopften sie unermüdlichWerfel geschwister 187. 1968 es fiel ihm heute nicht einmal schwer, die schnürsenkel seiner schuhe durch die engen löcher zu fädeln Fussenegger pulvermühle 168. 3 etwas entlang eines fadens aneinanderreihen, aufreihen: ⟨1842⟩ gern will ich, wie daran (kette) glied an gliedchen sich reiht, für euch goldene wörtchen an goldene wörtchen fädeln Mosen s. w. (1863)5,128. 1937 sie (ähnlichkeiten) .. gleichsam wie getrocknete pilze auf schnüre zu fädeln – das ist .. das hauptgeschäft des erkennens Ziegler Apollon 148. 1977 jene bernsteinkette .. habe ich in stücken vom strand gesammelt, mit glühendem draht gelöchert, unter geeigneten sprüchen gefädelt Grass butt 19.

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Zitationshilfe
„fädeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/f%C3%A4deln>, abgerufen am 04.12.2020.

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