Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

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fähre, f.

Fundstelle: Band 9, Spalte 45, Zeile 34 [Arbeitsstelle/Albrand/Peperkorn]
FÄHRE f.   mhd. vere. mnd. vēre; mnl. vēre, nnl. veer; an. isl. ferja, norw. ferje, dän. færge, schwed. färja. abl. von ahd. ferien, ferren vb. 1 wasserfahrzeug zum überqueren eines flusses, sees u. dgl.: ⟨1250/60⟩ ich wil wendin kein di vere Berthold v. Holle Demantin 3079 LV. ⟨1314⟩ do rait er vaste gein der ver Johann v. Würzburg 1130 DTM. ⟨1433/40⟩ dorczu muste der orden en geben dy fere halb obir dy Weiszel script. rer. pruss. 3,631. ⟨1549⟩ die fehre uff der Elben gehoret zu m. g. h. Joachim anhalt. landreg. 1,39 S. ⟨1565/6⟩ also das man mit keynem wagen noch pferde über den dam reiten noch faren konte, sondern man muste mit der vere .. das volck überfaren (Magdeb.) chr. dt. städte 27,85. 1639 die käyserlichen .. der stadt fähre vnd pässe eingenommen Micraelius Pommer-land 4/6,242. 1654 als er nun in die fähre getreten, ergreifft er, seine erlittene schmach zu rechen, den einen fährmann beym barte Olearius rosenthal 87. ⟨1713⟩ so verstatten wir ihnen .. brücken, stege, fehren und kahne über die wässer zum besten des bergwercks anlegen akten schles. bergwesen 443 Z. 1771 die dritte reise .. ging .. durch bäche und grosse flüsse, die weder brükken noch fähren haben Cranz brüder-hist. 362. 1814 die stadt, die moselbrücke, die fähre die uns über den Rhein brachte, alles gewährte das mannichfachste vergnügen Goethe I 28,184 W. 1857 als wir die Oder auf einer fähre passirt hatten, führte der weg durch eine gegend, die uns lebhaft an den park von Windsor erinnerte Moltke ges. schr. (1891)6,339. 1934 große seen und selbst meeresteile werden durch fähren dem bahnbetrieb zugänglich gemacht P. H. Schmidt verkehrswirtschaft 31. 1979 die zerstörung der einzigen fähre über den Sambesi (wird) besonders schwerwiegend sein gött. tagebl. 88,1. 2 furt, anlegestelle; nicht immer deutlich von 1 abzugrenzen: 1598 die niessung, gebrauch vnd botmessigkeit auff der Duͤna vnd desselbigen außflusse, hafen, fehr vnd anliegenden strande Chytraeus, Sachssen chr. (1596)2,391. 1687 nachdem sie nun mit einander durch Leyden gangen waren, von dem weissen thor an biß auf die fehre bey dem see=thore schauplatz d. betrüger 177. 1738 stieg der ritter Robert Johnson in seine eigene schlupp, und flattirte sich auch die rechte fehre gefun-den zu haben, welche nach seinem vorgeben tief genug wäre Downing, unruhen 78. 1784 die halbe Weichsel nebst der halben fähre sollten ebenfalls zu Pohlen gehören Baczko Preussen 202. 1878 in der nacht vor kreuzerfindung wartet seiner ein schifflein bei der fähre zu Rheinsfelden Keller 9,110 F. ⟨1901⟩ dann kam die fähre, es kam die Israelsdorfer allee, der Jerusalemsberg, das Burgfeld Th. Mann ges. w. [1960]1,157.

fair, adj.

Fundstelle: Band 9, Spalte 65, Zeile 21 [Schlaefer/Katzmann]
FAIR adj.   lehnwort aus engl. fair adj. 1 den spielregeln, dem sportsgeist entsprechend: 1899 ja sogar auf dem parteitag der sozialdemokraten in Hannover ruft Bebel seinem gegner Auer zu, es habe ‘bisher unter anständigen leuten nicht als sehr fair gegolten, privatgespräche in der debatte vorzubringen’ zs. allg. dt. sprachver. 14,248. ⟨1932⟩ der farbige hat dem schwarzen sofort ein auge genommen. es klebt auf der serviette des mannes ohne nase, der mit einem glücklichen lächeln das faire spiel begleitet Edschmid zauber 21265. 1979 dies ist der wichtigste punkt einer presseerklärung .. darin heißt es weiter: ‘das faire verhalten von trainer und mannschaft ermöglichen ..’ frankf. rundschau 44,7. 2 anständig, gerecht: 1917 kaiser Wilhelm hat sein bedauern ausgesprochen. das war gentlemantike(!), und diese faire erledigung bringt die person des kaisers aus dem spiel Engel sprich 281. 1994 die belgische geschichte veranschaulicht, daß ein binationaler staat, der sowohl flämische als auch wallonische dominanz erfahren hat, nur in einem fairen föderalen modell sprachlich und kulturell befriedet werden kann frankf. allg. ztg. 190,N6.

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Zitationshilfe
„fähre“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/f%C3%A4hre>, abgerufen am 03.12.2020.

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