Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

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fohre, f.

Fundstelle: Band 9, Spalte 718, Zeile 42 [Katzmann]
FOHRE f.   ahd. for(a)hana, mhd. forhe(n). as. furhnia, mnd. vore(n), vorn(e), vȫrn(e); mnl. voorne; ae. forn(e) sind als n‐erweiterung zur idg. wz. *perk̑‐, *prek̑- ‘gesprenkelt, bunt’ zu stellen. zahlreiche varianten, bis ins 16. jh. auch mit erhalt der spirans (forche, forchen) sowie mit umlaut. überwiegend im 16./17. jh. bezeugt, danach abgelöst von verwandtem forelle f. (s. d.). forelle: 9.jh. troctae forahhana ahd. gl. 3,456,45 S./S. ⟨u1220⟩ Schîonatulander mit einem vederangel/ vienc äschen unde vörhen Wolfram Titurel 6154,2 L. u1365 die verpoten visch, aschen und foͤrchen, sol chain vischer vahen noch verchauffen denkm. münch. stadtrecht 441 D. 15.jh. karpfen, forhen, hecht und ruppen/ die iß ich lieber, denn ölsuppen fastnachtsp. 2,726 LV. ⟨1523⟩ und nemlich sol niemands .. im herbst kain vörchen auf den pruchen vachen öst. weist. 10,6. ⟨1569/70⟩ nim regenwurmer, .. lege die in campfer. aschen und fohren beissen gerne daran haushaltung in vorwerken 183 E./W. 1604 fohren darff man nicht schupen, man siede oder brate sie Colerus oecon. 1,185. 1683 die übrigen gewässer geben lamperten, bersich, salmen, föhren, barben, und dergleichen königreich Ungarn 11. 1706 foren oder forellen sind gute fische curieuse köchin 314. 1780 eine fohre ist von dem huchen durch die farbe der tüpflein unterschieden Popowitsch vers. 207. 1868 der ferge folgt uns/ um drüben im forste fohren zu fischen Jordan Nibelunge (1867/8)2,303.

föhre, f.

Fundstelle: Band 9, Spalte 718, Zeile 66 [Katzmann]
FÖHRE f.   ahd. for(a)ha, mhd. vorhe. an. fura, fúra, norw. furu, dän. fyr, schwed. fur(e); vgl. auch as. furia, mnd. vūre, ae. furh. die weitere herkunft ist umstritten; vgl. Kluge/S. et. wb. 23277b. bis zum 18. jh. vereinzelt, besonders im obd. in der umlautlosen nbf. (mit spirans) forche bezeugt. gemeine kiefer, pinus sylvestris L., älter und mal. auch für fichte oder tanne: 9./10.jh. pica foraha ahd. gl. 3,467,16 S./S. ⟨1349/50⟩ iedoch sprich ich, daz picea ain vorch haiz Konrad v. Megenberg b. d. natur 339 P. ⟨1464⟩ item es lit ouch gar nach enmitten inn der obgemelten zelg ein holtz .., da stand thannen vnd vorhen dar inn weist. 1,122 G. 1538 man halt die foͤrhen oder viechthannen seyen allem dem nuͤtzlich das man darunder seehet Herr ackerwerck 207b. 1595 dieweil der Rȩtier bodem der zirbelbaͤum, als dannen, fichten, der wilden hartzbaͤum, forchen, vnd lerchenbaͤum sehr viel traͤgt Werlich chr. Augspurg 1,26. hs.1618 kain nachper .. (soll) ainiche täxen (nadelreisig), es seien feichten oder forchen, gewinnen öst. weist. 3,82. 1682 das beste bauholtz ist allerley art von geraden .. dannen, föhren, nußbaum (usw.) Hohberg georgica 1,22b. 1716 so ist bekant, daß alle diese berge .. mit allerhand bäumen auf das dickeste bewachsen, worunter der gröste theil fichten, .. tannen, föhren, und buchen .. seynd Pachelbel Fichtel-berg 95. 1788 sie (wälder) bestehen aus lauter forchen, roth= und weißtannen, und mithin aus lauter nadelholz Rösler beytr. 1,40. ⟨1837⟩ noch stehn im walde meine forchen,/ und lustig brennt der fette kien! Lenau s. w. 642 E. 1856 die forche verlangt von jugend an eine freie stellung Fischbach forstwiss. 102. ⟨1940⟩ die kiefer (föhre, fohre, forle) kommt in ganz Mitteleuropa vor forstbetriebsdienst 236 W./O. 1978 im durchlässigen schatten der föhren sitzt eine frau Boesch kiosk 278. 2001 im tal fließt der Inn .. darüber schmiegt sich in dunkleren tönen der wald aus föhren, arven, lärchen süddt. ztg. 150,V2/1.

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Zitationshilfe
„föhre“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/f%C3%B6hre>, abgerufen am 03.12.2020.

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