Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

füllmund, m.

Fundstelle: Band 9, Spalte 1248, Zeile 5 [Katzmann]
FÜLLMUND m.   mhd. ful(le)munt, vol(le)munt. mnd. vul(le)ment, vul(le)munt, vol(le)munt. umdeutung von fundament n.(s. d.); obd. auch mit affrikata, pfulment, und oft neutralem genus; selten im plur.; meist im 14. jh., seit mitte des 19. jhs. nur noch im wörterbuch; häufig bildlich. fundament, grundmauer: hs.12.jh. si (apostel) wrdin do ain fvllimvnd des gilovben al. predigtbruchstücke 194 S. ⟨A13.jh.⟩ dô leite er ûf von grunde/ die starken fullemunde,/ er bûte ein munster hêre/ in der aposteln êre Ebernand 1092 B. ⟨1357/87⟩ wo zcwene by enander sicczen unde eyns gebue ist gesuncken in des andern fullemunt in der erden, .. der sal daz richten unde wenden, uf deme daz gebuwe steth rechtsb. nach distinctionen 111 O. 1483 aller fürsatz wirt zerstoͤret wo der anfang nit goͤtlich vnd mit einem rechten fulment bestaͤtiget ist gewesen formalari 22a. 1508/16 do fieng man an muren und das pfulment sezen Brennwald schweizerchr. 2,282 L. u1573 wann aber ainer über das fülment kombt, mag er die maur wol thünner machen obrhein. stadtrechte II 1,141. 1691 füllmund, fundamentum caementarium Stieler stammbaum 1307. 1739 mittlerweile hatte mons. Litzberg den fullmund auf dem erd=boden abgezeichnet Schnabel Felsenburg (1731)3,273. 1762 so begaben sie sich auf die breite wellerwand (lehmwand), die auf einem steinernen füllmund ruhte Carsted atzendorfer chr. 8 S. 1831 nicht selten wird der füllmund oder die grundmauer zu niedrig gemacht Teichmann feuersnothb. 207. 1957 fullment, fumment n. fundament meckl. wb. 2,1149.

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Zitationshilfe
„füllmund“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/f%C3%BCllmund>, abgerufen am 03.12.2020.

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