Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

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füllen‐.

Fundstelle: Band 9, Spalte 1245, Zeile 47 [Katzmann]
FÜLLEN‐. ca. 100 überwiegend nominale zuss. mit füllen vb., meist zu bedeutung 2. bestimmungswort bis zum 17. jh. auch mit fugenelement ‐e‐, danach stets füll‐. mehrzahl der bildungen aus dem 20. jh.: ‐bauch m. (zu 2 d): ⟨u1300⟩ Hugo v. Trimberg 9860 LV. 1741 Frisch wb. 1,305c. ‐eimer m. (zu 5): 1557 Bech bergkwerck 481. 1783 Schwan dict. 1,632b. ‐erde f. (zu 2 f): 1741 Frisch wb. 1,305c. 1957 Behn vorzeit 71. ‐faß n. (zu 5): 1590 frankf. zunfturk. 1,119 Sch. 1799 magazin bergbaukde. 13,73 L. ‐feder f. (s. d.). ‐federhalter m. (s. d.). ‐figur f. (zu 2 f): 1855 Burckhardt cicerone 575. ⟨1947⟩ Th. Mann ges. w. [1960]6,108. ‐halter m. (s. d.). ‐holz n. (zu 2 f): 1724 Fleming jäger (1719)2,279a. 1948 Maier‐B. düngung 23. ‐material n. (zu 2 a, f): 1856 Fischbach forstwiss. 138. 2001 Duden dt. universalwb. 585b. ‐ofen m. (zu 2 a): 1886 b. d. erfindungen 5,373 R. ⟨1958 ⟩Apitz nackt (1960)116. ‐ort m., n. stelle, an der erz zum transport an die oberfläche in fördergefäße gefüllt wird. im bergbau: 1568 Holtzwart lustgart 25b. 1963 Grass hundejahre 21679. ‐stein m. (s. d.). ‐stimme f. (zu 2 f): 1739 Mattheson capellmeister 468. 1979 süddt. ztg. 160,15. ‐stoff m. (zu 2 a, f): 1858 B. Weber cartons 36. 1970 Kirchner satz 181. ‐wein m. wein zum auffüllen der weinfässer: 14.jh. qu. Köln 1,132 E./E. 1851 Šumavský slovník 404b.

füllstein, m.

Fundstelle: Band 9, Spalte 1248, Zeile 60 [Katzmann]
FÜLLSTEIN m.   zuss. mit füllen vb. bzw. älter (gekürzt) mit mhd. fullemunt m., vgl. füllmund m.; im 14./15. jh. wortzusammenfall, frnhd. bedeutungen daher nicht voneinander zu trennen. vereinzelt bezeugt, oft bildlich. älter ‘grundstein’, jünger ‘kleiner, grob gehauener stein zum ausfüllen von lücken beim mauern’: ⟨u1180⟩ ih grîfen an den vollemunt/ unde sterke mînen funt/ mit dem êrsten sinne/ .. ih gezûhe ûz im einen/ zô den fullesteinen Pilatus 19 W. hs.13.jh. dar zû (bau einer burg) hôrit danne mortere unt vullesteine unt ekkesteine md. pred. 352 J. ⟨u1300⟩ daz sint die vullesteine/ mit den die muren sint gevult Heinrich v. Hesler apokalypse 22226 DTM. ⟨1464/75⟩ auch so machen sie am Reuhelperg fulstein, die furen sie auch her zu der stat und setzen heuflein dorauß vor Frawenthore Tucher baumeisterb. 84 LV. 1530 man mus zum guten gebew nicht allein werckstuck, sondern auch fuͤlle stein haben Luther w. 30,2,546 W. 1616 füllstein, scherben, stuck, damit man eine maur inn der mitt außfüllt Henisch t. spr. 1,1286. 1663 woselbst in sonderbare obacht in diesem buche durch und durch ist genommen, alles .. auf einen festen, richtigen, unbeweglichen teutschen grund zu setzen, und frömde oft untaugliche füllsteine für quaderstükke gar nicht anzunehmen Schottel haubt spr. 7. ⟨1721⟩ ein füllstein wird gebraucht, so oft man mauren setzet poesie d. Niedersachsen 1(1725)246 W./K. 1778 die muthwilligen kinder .. geriethen in einen unter ihre aeltern sehr herabgesetzten stand hinein, in welchem sie, so zu sagen, nur als füllsteine des menschlichen geschlechts anzusehen waren Germershausen hausmutter 1,389. 1875 von da an kann sie (deutsche sprachgeschichte) sich .. auf eine hinreichend feste und breite urkundliche grundlage stützen, die von da an wohl hie und da einmal eines füllsteines entbehrt, den man ungern vermißt Rückert schriftspr. 1,12. ⟨v1901⟩ Meier .. glaubte dem ganzen mit recht am besten zu dienen, wenn er einzelne bedeutende artikel für dasselbe zu gewinnen suchte, während andere als alphabetische füllsteine dienen mochten Haym leben (1902) 157.

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Zitationshilfe
„füllstein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/f%C3%BCllstein>, abgerufen am 28.11.2020.

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