Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

fünf‐.

Fundstelle: Band 9, Spalte 1268, Zeile 45 [Schulz]
Fünf‐. ca. 200 nominale zuss. mit fünf num. fünfzehn ist seit dem ahd. bezeugt, weitere kopulative zahlwortzuss. mit unflektiertem fünf und verbindendem ‐und- (fünfundzwanzig) seit dem 13. jh.; frühere belege dieses typs deutlich als flektierte wortgruppen erkennbar: hs.13.jh. ic dir nach sendi .. funui undi funfzic engili weingartner reisesegen 3 S. zahlwortzuss. vom typ fünftausend ‘fünf mal tausend’ seit dem ahd.; zusammenschreibung der verschiedenen zahlwortzuss. vereinzelt seit dem 13., überwiegend seit dem 15. jh., daneben getrenntschreibung (fünf und zwanzig) noch bis ins 18./19. jh. – dreigliedrige zuss. vom typ fünfzimmerwohnung f. ‘wohnung mit fünf zimmern’ sind mit über 100 bildungen die größte gruppe der zuss. mit fünf. dreigliedrige zuss. vereinzelt seit dem 16./17. jh., überwiegend erst im 20. jh., dann häufig mit bindestrichschreibung (fünf-prozent-klausel f.). im 20. jh. tritt selten ‐er‐ als fugenelement auf (fünferkarte f., fünferpäckchen n.); zu älteren fünfer-bildungen vgl. fünfer‐: ‐blatt n. fünffingerkraut, als übersetzung von lat. quinquefolium n.: 11./12.jh. ahd. gl. 3,604,5 S./S. 1958 Marzell pflanzennamen 5,141. ‐fingerkraut n. potentilla reptans L.: u1480 mal. hausb. XXI B./S. 1802 journal f. fabrik 1,65. ‐hundert num. (s. d.). ‐jahresplan m. für fünf jahre erstellter wirtschaftsplan (in einer planwirtschaft): 1931 Rosenstock rev. 469. 1970 Baade wohlstand 181. ‐kampf m. sportlicher wettkampf in fünf disziplinen: ⟨1896⟩ Hofmannsthal prosa 1,317 S. 1979 gött. tagebl. 42, sport. ‐karte f. (zu 1): 1918 Ball Flametti 45. 1968 süddt. ztg. 16,9. ‐klang m. quinte: 1739 Mattheson capellmeister 46. ‐markschein m. (zu 1): ⟨1895⟩ Fontane ges. w. (Berl.o.j.) I 9,135. 1968 Bieler Roth 165. ‐meterbrett n. in fünf meter höhe angebrachtes absprungbrett in schwimmbädern: 1965 spiegel 8,74. 2004 zeit 30,43. ‐päckchen n. (zu 1): 1965 spiegel 19,47. ‐pfennigstück n. (zu 1): 1881 Hesz streifzüge 95. 1968 süddt. ztg. 68,19. ‐prozentklausel f. bestimmung im wahlverfahren, die nur gruppen mit mehr als fünf prozent der abgegebenen stimmen fraktionsrechte einräumt: 1961 spiegel 41,20. 2002 ebd. 31,40. ‐tagewoche f. arbeitswoche mit fünf arbeitstagen: 1957 Grieder Basel 49. 2004 d. tagesztg. (ausg. Bremen) 7443, 24.08.04, 12. ‐tausend num. (s. d.). ‐teil n. (s. d.). ‐undzwanzig num. (zu 2): ⟨u1280⟩ schwabenspiegel, kurzform 1,114 MGH. 1975 Bienek polka 2130. ‐zahl f. (s. d.). ‐zehn num. (s. d.). ‐zimmerwohnung f. (zu 1): 1914 Tucholsky 1,190 G.‐T./R. 1977 Struck lieben 64.

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Zitationshilfe
„fünffingerkraut“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/f%C3%BCnffingerkraut>, abgerufen am 28.11.2020.

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