Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

friseur, m.

Fundstelle: Band 9, Spalte 1098, Zeile 65 [Schlaps]
FRISEUR m.   abl. von frisieren vb. im 20. jh. auch frisör. die dt. wortform ist älter bezeugt als die frz. und nl. entsprechungen. professioneller haarpfleger, ‐schneider; älter auch perückenmacher. öfter in pejorativen kontexten: 1766 unser beleidigter friseur .. (:) lernen sie unsre wichtigkeit schätzen! .. seit dem es eine schande geworden, seine haare zu tragen, wie sie uns die natur zur zierde anerschaffen Sonnenfels mann (1765) 2,487. 1811 Adam (zu Ruprecht). hab ich ihm schlingel,/ als er nach Utrecht vor acht tagen ging,/ nicht die perück’ hier anvertraut, sie zum/ friseur, daß er sie renovire, hinzutragen? Kleist krug 120. ⟨1851⟩ ‘wer hat .. die schönen lieder (tiroler schnaderhüpferl) gemacht?’ fragte Elisabeth. ‘ei’, sagte Erich, ‘das hört man den dingern schon an; schneidergesellen und friseure und derlei luftiges gesindel’ Storm ausgew. w. 1,268 H. 1917 fremdwörterei ist das untrügliche zeichen geistiger unvornehmheit und zieht den mann der wissenschaft auf die sprachstufe des friseurs, tailleurs, masseurs hinab Engel sprich 2152. 1979 sie (wissenschaftlergruppe einer hamburger umweltschutzstelle) hatte sich bei frisören an zehn stellen im stadtgebiet regelmäßig die abgeschnittenen haare von kindern und jugendlichen bis 16 jahren besorgt gött. tagebl. 38, welt im spiegel. 2004 die neuesten klatschgeschichten höre ich .. beim friseur spiegel 16,98.

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Zitationshilfe
„friseur“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/friseur>, abgerufen am 25.10.2021.

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