Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

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fusz‐

Fundstelle: Band 9, Spalte 1357, Zeile 71 [Harm]
FUSZ‐. ca. 430 überwiegend nominale zuss. mit fuß m. 1. erste bildungen im ahd., kontinuierlich ansteigende bezeugung mit höhepunkt im 20. jh.; ohne fugenelement: ‐angel f. am boden liegende eiserne falle mit mehreren spitzen: 1418 akten verfassung Köln 2,223 S. 1978 Geiser Grünsee 244. ‐ball m. (s. d.). ‐bank f.: 1518 Luther w. 9,183 W. 1978 Bieler kanal 35. ‐bekleidung f.: 1781 Goethe IV 5,35 W. 1969 Hagelstange altherrensommer 213. ‐boden m. (s. d.). ‐breit adj. (s. d.). ‐eisen n. fußfalle, ‐fessel: ⟨u1227/47 ⟩Reinmar v. Zweter 75,11 R. ⟨1938⟩ Schneider Las Casas (1940)45. ‐ende n. (s. d.). ‐fall m. das niederknien, sich zu füßen werfen (als demutsgeste): ⟨E13.jh.⟩ Walther v. Rheinau 214599 P. 1972 Rinser grenzübergänge 80. ‐fest adj. festen untergrund bietend: 1597 Las Casas, n. welt 21. 1739 Häckhel welt-beschr. 1,877a. ‐gängel m. fußgänger: 12.jh. ahd. gl. 3,183,24 S./S. 1554 chr. Bamb. 2,580 Ch. ‐gänger m. (s. d.). ‐gestell n. sockel: 1554 Herold heydenweldt v2a. 1949 Heer aufgang 112. ‐knecht m. (s. d.). ‐lang adj.: 1641 Schottel sprachkunst 585. 1979 frankf. allg. ztg. 37,19. ‐marsch m.: 1853 Gerstäcker reisen 2,292. 1979 zeit 24,49. ‐note f. (s. d.). ‐pfad m.: (2.h13.jh.)hs.u1430 Lancelot 2,142 DTM. 1969 Heisenberg teil 46. ‐punkt m. (s. d.). ‐schemel m.: 12.jh. ahd. gl. 4,95,48 S./S. 1976 Kipphardt März 22. ‐sohle f.: 13.jh. ahd. gl. 3,392,67 S./S. 1978 Boesch kiosk 24. ‐soldat m.: 1836 Mendelssohn Europa 58. 1972 Simon, Pharsalos 101. ‐stapfe f. (s. d.). ‐steig m. fußweg, ‐pfad: u1320 zürcher stadtb. 1,22 Z.‐W. 1963 Strittmatter Bienkopp 80. ‐tritt m. (s. d.). ‐volk n. (s. d.). ‐wanderung f.: ⟨n1804⟩ Grasz reise (1815)1,188. 1974 Birnbaum achtzig jahre 39. ‐weg m.: 1429 rechtsqu. Zürich I 1,279. 1978 Geiser Grünsee 269. ‐zehe f.: 1563 Reiszner Iervsalem 2,26b. 1972 Kempowski uns geht’s ja noch gold 44. ‐zeug n.: ⟨1508/16⟩ Brennwald schweizerchr. 1,240 L. 1925 Horstmann erinn. 262.

fuszbreit, adj.

Fundstelle: Band 9, Spalte 1359, Zeile 48 [Harm]
FUSZBREIT adj.   mhd. vuozbreit. zusr. von fuß m.und breit adj. älter mit fugenelement ‐e‐, ‐es‐. gegenüber fußbreit m. selten. die breite eines fußes aufweisend: ⟨E13.jh.?⟩ ouch fuorten die twerc wilde/ kûm fuozbreite schilde in: Germania (1873)18,225. ⟨u1400⟩ messeruten, schrete, elen, vusebreyt vnde hantbreyt vnde yn recht linien mose geometria culm. 74 M. 1649 es ist nicht fussesbreit, darauf er (seiltänzer) lauft und stehet Harsdörffer gesprechsp. (1641)8,210. ⟨1781⟩ es (bollwerk) bestehet aus langen in die see eingeramten fußbreiten und dicken eichen=pfählen in: Schlettwein arch. (1780)8,41. 1838 an seiner kleidung zeichnete sich sonst nichts aus, dagegen konnte ein übermäßig großer strohhut mit fußbreiten krempen auffallend erscheinen Immermann 1,114 M. 1879 an den felsen schweben beete einer mächtigen riesenform der libanotis montana .. und .. das prächtige molopospermum mit .. fußbreiter dolde Christ pflanzenleben 108. 1930 es war ihr (schere) vollkommen gleichgültig, ob man ihr fußbreite t‐träger oder stahlharte eisenbahnschienen .. zwischen die riesigen kinnbacken der messer schob Lersch hammerschläge 145.

fuszbreit, m.

Fundstelle: Band 9, Spalte 1359, Zeile 67 [Harm]
FUSZBREIT m.   mhd. vuozbreit. mnd. vōtbrēit; nnl. voetbreed. abl. von fußbreit adj. stets ohne fugenelement. (nicht festgelegte) maßeinheit von der breite eines fußes. häufig zur verdeutlichung der negation im sinne von ‘nicht ein bißchen’: (2.h13.jh.)hs.u1430 er wart syn man darumb das er im lant geben hett, des er zuvor nit hett eyns fußbreit Lancelot 2,573 DTM. ⟨M14.jh.⟩ din ende ist komyn, du bist vorhouwin bis uf eyn vuzbreit Cranc 156 Z. ⟨1493⟩ man (soll) die graben volbringen vnd die erden soll man alle ynwartz werffen vnd eins fůß breit frey lossen den erdbobem (!) Petrus de Crescentiis, nutzen d. dinge [1495]5c. 1527 sein (Abrahams) hertz sprach: ich gleubs und nemes an. woher aber hatte er das ein nemen? on zweifel nicht vom lande, des er nie keinen fusbreit besas, sondern von dem wort Luther w. 23,187 W. 1589 werden .. so uͤbermassen grosse koste zu diesen dammen .. angewendet, das die, welchen dieses landes gelegentheit vnbekennt, das gantz land nit so vil werdig zu sein erachten wurden. dan auff ethlichen oͤrtern ein fusz breit eines dammes bey 100. kronen kost auff zu machen Slotboem seefart 2b. 1603 alsbald der feind angetreten, ist er nicht ein fußbreit aus seiner stet gewichen Rollenhagen reysen 128. 1682 der baum muß in die gruben einen fußbreit von der mauren Hohberg georgica 1,416b. 1701 es hatte .. die spanische infanterie sich einen unsterblichen namen erfochten, indem sie nicht einen fußbreit .. gewichen Jäger historicus 1,904. 1783 wenn ich ihnen sagte, daß ich von dieser gesellschaft .. mich nicht einen fußbreit entfernet habe? Musäus volksmärchen 191,95 Z. 1838 glaub’ mir, es ist ’ne wunderliche wahl,/ so um sich, neben sich kein fußbreit raum,/ und überm haupt an einem haar das schwert Droste‐H. 2,1,91 Sch.K. 1885 bis zum 25. jahre ist Defregger nicht einen fußbreit aus dieser bergwelt .. hinausgetreten Stieler kulturbilder 231. ⟨1910⟩ es ist nun das erste gebot einer echten kampftaktik, .. jede dem gegner abgetrotzte position des schlachtfeldes sofort bis auf den letzten fußbreit zu besetzen Luxemburg ges. w. 4,523 Z./W. 1974 ums haus herum kein fußbreit zerfall, überall gärtchenkunst und gärtchenpflege Muschg Albisser 230.

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Zitationshilfe
„fuszbreit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/fuszbreit>, abgerufen am 04.12.2020.

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