Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (²DWB)

baff, interj.

Fundstelle: Band 4, Spalte 58, Zeile 25 [Scheider]
BAFF, paff interj.   onomatopoet. bildung zur bezeichnung eines heftigen oder plötzlichen geräuschs, älter überwiegend mit bezug auf den knall beim abfeuern einer waffe. zu ähnl. bildungen im rom. vgl. FEW 1,203a f.; die formen mit stimmlosem plosiv im anlaut beschränken sich nicht auf das obd.: 1641 es gehören auch zu den zuwörteren die lautwörter ... also sagt man .. buff, baff Schottel sprachkunst 518. 1657 paff, paff! der hauffe fleucht! Gryphius trauersp. 455 LV. 1691 baff etiam sclopetorum seu tormentorum sonus est, dicitur qvoque: buff et conjunctim: buff baff crepitus, fragor Stieler stammbaum 81. 1787 paff! schoß ihn einer vor’n kopf Goethe I 8,140 W. ⟨1811⟩ herzog Wolf und er trafen auf einander, baff! stieß er ihn, daß der gute herzog zehn schritte hinter seinem rosse niederpatschte F. Müller (1825)1,220. 1857 neue jagd – ich glitsche über einem kohlstrunk aus – baff, da liege ich mit korb und mappe Raabe 1,131 H. 1994 baff! – das fenster donnert runter; bums! – die gier wird heiß süddt. ztg., DWDS-arch. 2000 paff, paff klatscht es aus der ecke, in der B. mit seinem trainer an den pratzen (den schlagpolstern) arbeitet frankf. rundschau DWDS-arch.

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Zitationshilfe
„paff“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb2/paff>, abgerufen am 04.12.2020.

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