dynastisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungdy-nas-tisch (computergeneriert)
GrundformDynastie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Dynastie · Dynast · dynastisch
Dynastie f. ‘Herrscherhaus, Herrschergeschlecht’. Griech. dynasté͞ia (δυναστεία) ‘Macht, Herrschaft, Oligarchie’, spätlat. dynastīa gelangt im 16. Jh. (zunächst in lat. Form und Flexion) ins Dt., nimmt aber die (schon im Spätlat. vorhandene) Bedeutung ‘Herrscherhaus’ erst im 18. Jh. an. Das der griech. Abstraktbildung zugrundeliegende Nomen agentis dynástēs (δυνάστης) ‘Machthaber, Herr, besonders Herrscher über ein kleineres Gebiet, Vornehmer’, lat. dynastēs, wird gleichfalls im 16. Jh. als Dynast m. entlehnt. Es ist abgeleitet vom Verbum griech. dýnasthai (δύνασθαι) ‘können, vermögen, gelten’, wozu auch dýnamis (δύναμις) ‘Kraft’ gehört (s. ↗Dynamik). dynastisch Adj. ‘das Herrscherhaus, die Dynastie betreffend’ (18. Jh.); vgl. griech. dynastikós (δυναστικός).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ambition Anspruch Bindung Denken Diktatur Ehe Erbfolge Erwägung Heirat Heiratspolitik Herrschaft Interessen Kontinuität Legitimität Loyalität Nachfolge Pflicht Prinzip Rivalität Streitigkeit Thronfolge Tradition Ursprung Verbindung Verflechtung Verwicklung Zufall Zyklus kirchlich religiös

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›dynastisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das kirchliche Schicksal Polens hing nun weitgehend von der Lösung der dynastischen Frage ab.
Lutz, Heinrich: Der politische und religiöse Aufbruch Europas im 16. Jahrhundert. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 1502
Die Gesetze des politischen Gewerbes verlangen jedoch Tempo und Klarheit bei dynastischen Übergängen.
Die Zeit, 20.09.1996, Nr. 39
Und was ihr zwar schmales aber viel beachtetes Werk auszeichnet, ist zu eigenständig, um in dynastischen Ableitungen gefaßt zu werden.
Die Welt, 20.10.2004
Sicher entbehrt die Behauptung, die Konversion sei ohne eigentliche religiöse Überzeugung erfolgt und sei nur eine Flucht vor der dynastischen Verantwortung gewesen, jeglicher Begründung.
o. A.: Die Kirche im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1970], S. 2698
Gerade diese Elemente in der Amtsbeziehung pflegen die Monarchen aus dynastischem, die Beamten aus ständischem Interesse zu betonen.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.), Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. I, Tübingen: Mohr 1920 [1916-1919], S. 445
Zitationshilfe
„dynastisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dynastisch>, abgerufen am 21.04.2019.

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