ebben

Worttrennungeb-ben (computergeneriert)
Wortbildung mit ›ebben‹ als Letztglied: ↗abebben · ↗nachebben · ↗zurückebben
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

vom Meeresspiegel   bei Ebbe absinken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ebbe · ebben
Ebbe f. das im Wechsel der Gezeiten eingetretene ‘Niedrigwasser des Meeres’. Mnd. mnl. nl. ebbe, aengl. afries. ebba, engl. ebb (westgerm. *abjōn), in abweichender Bedeutung anord. efja ‘Gegenstrom in einem Fluß, Flußbucht’, schwed. ävja ‘Moor, Schlick’ (schwed. äbb, ebb ist Entlehnung des 18. Jhs. aus dem Nd. bzw. Nl.) sind Ableitungen von der unter ↗ab behandelten germ. Präposition im Sinne von ‘weg’. Ebbe, eigentlich ‘Weg-, Abfluten’ bzw. ‘Weg-Sein’ (des Meeres) bezeichnend, wird Ende 16. Jh. aus dem Nd. ins Hd. übernommen. ebben Vb. ‘zurückgehen’ (vom Meerwasser), ahd. (unter nd. Einfluß?) in der Präfixbildung firebben (10./11. Jh., nhd. verebben), mhd. eppen, mnd. mnl. ebben, aengl. ebbian, engl. to ebb. Im Mhd. selten, begegnet das Verb im Frühnhd. (15./16. Jh.) noch öfters in der Form eppen, bis sich im 17. Jh. vom Nd. her ebben durchsetzt; in dichterischer Sprache bis ins 20. Jh. neben dem in der Gegenwart geläufigen abebben (19. Jh., nd. afebben, 18. Jh.) und verebben. Vom Verb abgeleitet sind offensichtlich die Abstraktbildungen ahd. ebbunga (11. Jh.), asächs. ebbiunga (10./11. Jh.), die auf dt. Sprachgebiet eher bezeugt sind als Ebbe.

Typische Verbindungen zu ›ebben‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ebben‹.

Verwendungsbeispiele für ›ebben‹

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Erst auf Druck europäischer Mächte ebbte die Verfolgung ab 84.
o. A.: Die Kirche in der Gegenwart. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1971], S. 9649
Warum nämlich fällt ein Fels, ebbt das Meer, sinkt der Regen von oben nach unten?
Die Zeit, 26.02.1979, Nr. 09
Letztlich ebbte auch die Klassizismusdebatte an seinem Werk ab, wie so vieles andere danach.
Der Tagesspiegel, 10.04.2004
Als die öffentliche Aufregung abebbte, ebbten zwischenzeitlich aber auch die Quoten ab, und zwar gefährlich.
Süddeutsche Zeitung, 20.01.2000
Nur schwach noch ebbten Sorgen und Gram und Kummer durch sein armes gequältes Hirn.
Duncker, Dora: Jugend. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1905], S. 9488
Zitationshilfe
„ebben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ebben>, abgerufen am 05.04.2020.

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