eggen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungeg-gen
Wortbildung mit ›eggen‹ als Letztglied: ↗abeggen · ↗auseggen · ↗eineggen
eWDG, 1967

Bedeutung

den Boden mit der Egge bearbeiten
Beispiele:
er eggte noch spät abends
der Boden muss geeggt werden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

eggen · Egge
eggen Vb. ‘den Boden mit der Egge auflockern’, ahd. eggen (10. Jh.), mhd. eg(g)en, asächs. eggian, mnd. nl. eggen, aengl. ecgan setzen germ. *agjan voraus, das seinerseits aus germ. *agiþō ‘Egge’ (mit dem auch in anderen Gerätenamen auftretenden Suffix germ. -iþō) abgeleitet ist. Das germ. Substantiv lebt weiter in ahd. egida (8. Jh.), mhd. egede, eide, asächs. egiða, mnd. ēgede, eyde, mnl. eghede, nl. eegde, aengl. egþe. Es ist ein Erbwort und läßt sich wie gleichbed. akymr. ocet, apreuß. aketes (Plur.), lat. occa (wenn aus Metathese aufweisendem *ot(i)kā) auf ie. *okitā (bzw. *oketā) ‘Gerät mit Spitzen, Egge’ zurückführen, wozu (mit umgebildeter Endung) auch griech. oxína (ὀξίνα). Zugrunde liegt (wie bei ↗Ecke, s. d.) die Wurzel ie. *ak̑-, *ok̑- (daneben auch *ak-, *ok-) ‘scharf, spitz’. Die alte Bezeichnung ahd. egida, mhd. egede setzt sich im Nhd. nicht fort. Vielmehr wird Egge f. frühnhd. eg(ge) ‘kammartiges Gerät zum Lockern des Bodens’ zu Anfang des 15. Jhs. aus dem Verb eggen (s. oben) neu gebildet.

Typische Verbindungen
computergeneriert

düngen pflügen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›eggen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es wird 25 bis 30 cm tief gepflügt und geeggt.
o. A.: Ratgeber für den Feingemüsebau im Freiland, Berlin: VEB Dt. Landwirtschaftsverl 1962, S. 446
Auf hoch konzentrierten Fotos bemalen die Einheimischen zwar Porzellan, weben, eggen oder dreschen, erscheinen aber dabei in sich und ihre Tätigkeiten versunken.
Der Tagesspiegel, 08.02.2004
Wahrlich, jetzt wissen wir, dass wir pflügen, eggen, drillen wie jeglicher Landverein.
Die Zeit, 12.11.2001, Nr. 46
Man kann auch mit bestem Erfolg die Winterung blind eggen, muß jedoch bei Frosteintritt rechtzeitig aufhören.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 52
Er ordnete an, daß wir am zweiten Ostertage Gerstenland eggen sollten.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
Zitationshilfe
„eggen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/eggen>, abgerufen am 18.10.2019.

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