eifersüchtig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungei-fer-süch-tig (computergeneriert)
WortzerlegungEifersucht-ig
eWDG, 1967

Bedeutung

mit Eifersucht
Beispiele:
jmdn. eifersüchtig bewachen, beobachten, lieben
er bestand eifersüchtig auf seinen Rechten
jmdn. eifersüchtig machen
eifersüchtig sein
ein eifersüchtiges Misstrauen
bildlich
Beispiel:
Denn eifersüchtig sind des Schicksals Mächte [SchillerWallenst. TodI 7]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Eifer · eifrig · eifern · sich ereifern · nacheifern · wetteifern · Eifersucht · eifersüchtig
Eifer m. ‘ernsthaftes Bemühen, leidenschaftliches Verfolgen eines Zieles’ gehört zu einer im Obd. seit Mitte des 14. Jhs. nachzuweisenden Wortfamilie (am frühesten bezeugt ist Eiferer m. ‘wer eifersüchtig ist’, mhd. eifrær), deren etymologische Herleitung unbekannt ist; gewöhnlich wird Zusammenhang mit dem dazu im Ablautverhältnis stehenden Adjektiv ahd. eibar, eivar ‘scharf, bitter, widerwärtig, heftig’ (8. Jh., wovon ahd. eivar n. ‘Bitteres, Erbitterung’, eivarī f. ‘Bitterkeit, Erbitterung’, beide um 1000), aengl. āfor ‘bitter, herb, heftig’ (zu ie. *ā̌i- ‘brennen, leuchten’?) angenommen; vgl. in jüngerer Zeit noch nsächs. und fachsprachlich eifer ‘bitter, scharf’. Das Substantiv Eifer, zuerst in der 2. Hälfte des 15. Jhs. für ‘Eifersucht’ (zu eifern als postverbale Ableitung?), findet durch Luthers Bibelübersetzung Eingang in die nhd. Literatursprache. Luther verwendet es mit der Bedeutung ‘aus Sorge und liebevoller Anteilnahme erwachsende zornige Erregung’ zur Wiedergabe von griech.-lat. zēlus und begründet diese Entscheidung ausdrücklich. Hieraus geht der heutige Gebrauch hervor, während der ursprüngliche Sinn ‘Eifersucht’ im 18. Jh. zurücktritt. eifrig Adj. ‘mit Eifer tätig, emsig’ (15. Jh., anfangs und vereinzelt bis ins 17. Jh. in der Bedeutung ‘eifersüchtig’), im Frühnhd. meist eiferig neben Bildungen wie eiferisch, eifericht. eifern Vb. ‘heftig und mit blinder Leidenschaft für oder gegen etw. sprechen’ (frühnhd. ‘eifersüchtig sein’, Anfang 15. Jh.); im Unterschied zu Eifer (s. oben) behält eifern seinen tadelnden Beiklang, ebenso das jetzt geläufigere Verb sich ereifern ‘in Eifer geraten, sich erregen’ (17. Jh.); dagegen folgen die Verben nacheifern ‘einem Vorbild gleichzukommen suchen’ (16. Jh.) und wetteifern ‘jmdn. an Eifer überbieten wollen’ (17. Jh., aus um die Wette eifern) der semantischen Entwicklung des Substantivs. Eifersucht f. ‘Angst vor Zurücksetzung in der Liebe’, dann auch allgemeiner ‘Streben nach Alleinbesitz, Argwohn’; die Zusammensetzung (zum zweiten Glied s. ↗Sucht) tritt im 16. Jh. an die Stelle von Eifer nach dessen Bedeutungswandel (s. oben); dazu eifersüchtig Adj. (17. Jh.) für älteres eifrig (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
eifersüchtig · ↗neidisch

Typische Verbindungen zu ›eifersüchtig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›eifersüchtig‹.

Verwendungsbeispiele für ›eifersüchtig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn wenn sich nur eine verliebt, ist die, die solo bleibt, eifersüchtig auf die andere.
Bild, 28.02.2005
Seitdem bin ich überhaupt nicht mehr eifersüchtig, ich wundere mich da auch über mich selbst.
Der Tagesspiegel, 01.06.2001
Zuerst störte es mich nicht, später wurde ich, wie lächerlich es klingen mag, eifersüchtig.
Becker, Jurek: Amanda herzlos, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1993 [1992], S. 78
Letzterer bewahrte, wie man erzählt, unzugänglich und eifersüchtig seine Werke zu Hause auf.
Cellier, Alexandre: Bernier. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1951], S. 7244
Die Frauen aber waren eifersüchtig und konnten sich nicht leiden.
Seghers, Anna: Transit, Gütersloh: Bertelsmann 1995 [1943], S. 55
Zitationshilfe
„eifersüchtig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/eifers%C3%BCchtig>, abgerufen am 08.04.2020.

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