Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

eigengesetzlich

Grammatik Adjektiv
Aussprache  [ˈaɪ̯gn̩gəˌzɛʦlɪç]
Worttrennung ei-gen-ge-setz-lich
eWDG

Bedeutung

nach eigenen Gesetzen
Beispiel:
die eigengesetzliche Dynamik einer Bewegung, Entwicklung, eines Prozesses

Typische Verbindungen zu ›eigengesetzlich‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›eigengesetzlich‹.

Verwendungsbeispiele für ›eigengesetzlich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Umgekehrt pflegt aber auch die Wirtschaft irgendwie durch die eigengesetzlich bedingte Struktur des Gemeinschaftshandelns, innerhalb dessen sie sich vollzieht, beeinflußt zu sein. [Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 175]
Die neue eigengesetzliche Wirklichkeit der Menschen und Dinge kann auf keinem dieser vielen Wege erreicht werden. [Die Zeit, 26.11.1953, Nr. 48]
Bilder sind mehr als Texte und decodierbare Zeichen, nämlich eigenwertige, eigengesetzliche Artefakte. [Die Zeit, 05.12.2011, Nr. 49]
In der Energiepolitik entscheidet sich, ob wir weiterhin hinter den Folgen eines eigengesetzlichen Wachstums herkeuchen, oder ob es uns gelingt, humanes Wachstum zu erzwingen. [Die Zeit, 28.09.1979, Nr. 40]
In Wahrheit ist die Zivilisation und ihre eigengesetzliche Bewegung nur eine geschichtsbildende Kraft unter anderen. [Freyer, Hans: Soziologie als Wirklichkeitswissenschaft, Leipzig u. a.: B.G. Teubner 1930, S. 134]
Zitationshilfe
„eigengesetzlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/eigengesetzlich>.

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