eignen

GrammatikVerb · reflexiv
Aussprache
Worttrennungeig-nen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›eignen‹ als Grundform: ↗geeignet
eWDG, 1967

Bedeutung

zu etw. passen
a)
befähigt sein
Beispiele:
ich eigne mich nicht, wenig, kaum für diese, zu dieser Arbeit
er eignet sich bestimmt gut zum Lehrer
sie hatte sich nicht dafür, dazu geeignet
du wirst dich sicherlich (dafür, dazu) eignen
b)
tauglich sein
Beispiele:
dieser Stoff eignet sich nicht zu einem, für einen Mantel
die Situation eignete sich schwerlich zu einer Aussprache
die Erzählung eignet sich nicht für unsere Zeitschrift
ein gutes Buch eignet sich immer als, zum Geschenk
dieses Buch eignet sich zum Selbstunterricht
oft im Part. Prät.
geeignetpassend
Beispiele:
den geeigneten Lehrer finden
geeignete Schritte tun
im geeigneten Augenblick
in geeigneter Form
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

eignen · Eigner · Eignung
eignen Vb. mit Dativ ‘einer Person oder Sache zugehörig sein’, heute meist reflexiv ‘passend, tauglich sein’, ahd. eiganen ‘für sich beanspruchen’ (9. Jh., daneben ahd. gieiganōn ‘sich aneignen’, 11. Jh.), mhd. eigenen ‘zu eigen machen, aneignen’, mnd. ēgenen ‘zu eigen geben, zukommen’, mnl. eigenen ‘zu eigen geben, machen’, aengl. āgnian ‘zu eigen machen, besitzen, beanspruchen’, anord. eigna ‘sich aneignen, erwerben’, schwed. ägna ‘widmen, geziemen, sich eignen’, got. gaaiginōn ‘in Beschlag nehmen, übervorteilen’ gehören als Ableitungen zu dem unter ↗eigen (s. d.) behandelten Adjektiv. Neben der im Frühnhd. noch geläufigen Bedeutung ‘etw. zu eigen machen, geben’, die auch verdeutlichenden Präfixbildungen wie mhd. vereigenen, nhd. zueignen, enteignen (beide 15. Jh.), aneignen (16. Jh.) zugrunde liegt, entwickelt sich im 16. Jh. eine jüngere Verwendung ‘jmdm. zugehörig sein’, oft im Sinne von ‘für jmdn., etw. charakteristisch sein’. Daran schließt sich die Bedeutung ‘jmdm. zustehen, gebühren, angemessen sein’ (ebenfalls 16. Jh.) an, die es ermöglicht, seit Ende des 18. Jhs. sich eignen ‘passend, tauglich sein’ als Ersatzwort für bis dahin übliches sich qualifizieren (s. ↗qualifizieren) sowie das Part.adj. geeignet ‘passend, tauglich’ statt qualifiziert zu gebrauchen. Eigner m. ‘Eigentümer’, mnd. gleichbed. ēgenēre, ēgener, hd. seit dem 17. Jh.; jetzt nur noch ‘Eigentümer eines Schiffes’. Eignung f. ‘Tauglichkeit, Befähigung’ (Anfang 19. Jh.), zuvor ‘Übereignung’ (mhd. eigenunge, 14. Jh.), ‘Aneignung’ (17. Jh.), auch ‘Widmung’ (Anfang 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
dienen · eignen · ↗fungieren · ↗herhalten · ↗wirken  ●  ↗taugen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem) eigentümlich sein  ●  (jemandem) eignen  geh. · (jemandem) zu eigen sein  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anfänger Anleger Ansicht Anwendung Behandlung Einsatz Einsteiger Gerät Herstellung Methode Verfahren Verzehr Zweck aneignen bedingt besonders bestens dafür daher dazu eher gleichermaßen gut hervorragend ideal kaum vortrefflich vorzüglich zueignen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›eignen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch für die nationenübergreifende Idee ist die deutsche Liste besser geeignet.
Süddeutsche Zeitung, 29.07.2003
Natürlich eignet es sich auch als Ablage für die Lektüre.
Der Tagesspiegel, 20.12.2002
Und da sie so gesehen wird, eignet sie sich besonders gut für einförmige Arbeit.
Kursbuch, 1971, Bd. 24
Er ist ferner nicht geeignet, den sakral-rechtlichen Charakter der biblischen Begriffe auszudrücken.
Wiesner, W.: Bund. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 8783
Sprache für die Oper durchaus geeignet sei, wenn sie von wirklichen Dichtern behandelt werde.
Müller-Blattau, Joseph u. Schmieder, Wolfgang: Händel. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1956], S. 37447
Zitationshilfe
„eignen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/eignen#1>, abgerufen am 24.05.2019.

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eignen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungeig-nen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›eignen‹ als Letztglied: ↗aneignen · ↗übereignen  ·  mit ›eignen‹ als Grundform: ↗zueignen
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben etw. eignet jmdm.etw. gehört jmdm., ist jmdm. eigen
Beispiele:
den Kompositionen eignet ein romantischer Zug
daß ihm nichts von der scherzhaften Heiterkeit eignete, die der Freund ... aus dem vorigen Jahrhundert herübergerettet hatte [Th. MannBuddenbrooks1,184]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

eignen · Eigner · Eignung
eignen Vb. mit Dativ ‘einer Person oder Sache zugehörig sein’, heute meist reflexiv ‘passend, tauglich sein’, ahd. eiganen ‘für sich beanspruchen’ (9. Jh., daneben ahd. gieiganōn ‘sich aneignen’, 11. Jh.), mhd. eigenen ‘zu eigen machen, aneignen’, mnd. ēgenen ‘zu eigen geben, zukommen’, mnl. eigenen ‘zu eigen geben, machen’, aengl. āgnian ‘zu eigen machen, besitzen, beanspruchen’, anord. eigna ‘sich aneignen, erwerben’, schwed. ägna ‘widmen, geziemen, sich eignen’, got. gaaiginōn ‘in Beschlag nehmen, übervorteilen’ gehören als Ableitungen zu dem unter ↗eigen (s. d.) behandelten Adjektiv. Neben der im Frühnhd. noch geläufigen Bedeutung ‘etw. zu eigen machen, geben’, die auch verdeutlichenden Präfixbildungen wie mhd. vereigenen, nhd. zueignen, enteignen (beide 15. Jh.), aneignen (16. Jh.) zugrunde liegt, entwickelt sich im 16. Jh. eine jüngere Verwendung ‘jmdm. zugehörig sein’, oft im Sinne von ‘für jmdn., etw. charakteristisch sein’. Daran schließt sich die Bedeutung ‘jmdm. zustehen, gebühren, angemessen sein’ (ebenfalls 16. Jh.) an, die es ermöglicht, seit Ende des 18. Jhs. sich eignen ‘passend, tauglich sein’ als Ersatzwort für bis dahin übliches sich qualifizieren (s. ↗qualifizieren) sowie das Part.adj. geeignet ‘passend, tauglich’ statt qualifiziert zu gebrauchen. Eigner m. ‘Eigentümer’, mnd. gleichbed. ēgenēre, ēgener, hd. seit dem 17. Jh.; jetzt nur noch ‘Eigentümer eines Schiffes’. Eignung f. ‘Tauglichkeit, Befähigung’ (Anfang 19. Jh.), zuvor ‘Übereignung’ (mhd. eigenunge, 14. Jh.), ‘Aneignung’ (17. Jh.), auch ‘Widmung’ (Anfang 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
dienen · eignen · ↗fungieren · ↗herhalten · ↗wirken  ●  ↗taugen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem) eigentümlich sein  ●  (jemandem) eignen  geh. · (jemandem) zu eigen sein  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anfänger Anleger Ansicht Anwendung Behandlung Einsatz Einsteiger Gerät Herstellung Methode Verfahren Verzehr Zweck aneignen bedingt besonders bestens dafür daher dazu eher gleichermaßen gut hervorragend ideal kaum vortrefflich vorzüglich zueignen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›eignen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch für die nationenübergreifende Idee ist die deutsche Liste besser geeignet.
Süddeutsche Zeitung, 29.07.2003
Natürlich eignet es sich auch als Ablage für die Lektüre.
Der Tagesspiegel, 20.12.2002
Und da sie so gesehen wird, eignet sie sich besonders gut für einförmige Arbeit.
Kursbuch, 1971, Bd. 24
Er ist ferner nicht geeignet, den sakral-rechtlichen Charakter der biblischen Begriffe auszudrücken.
Wiesner, W.: Bund. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 8783
Sprache für die Oper durchaus geeignet sei, wenn sie von wirklichen Dichtern behandelt werde.
Müller-Blattau, Joseph u. Schmieder, Wolfgang: Händel. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1956], S. 37447
Zitationshilfe
„eignen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/eignen#2>, abgerufen am 24.05.2019.

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